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Bürgermeisterwahl in Jagsthausen: Jonas Egner ist tief im Ort verwurzelt

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Stellvertretender Bürgermeister ist Jonas Egner bereits. Jetzt möchte er die Nachfolge von Roland Halter antreten und als Rathauschef ein offenes Ohr für alle haben.

Kennt keinen anderen Bürgermeister als Roland Halter und möchte jetzt dessen Nachfolge antreten: Jonas Egner kandiert für das Amt des Rathauschefs.
Kennt keinen anderen Bürgermeister als Roland Halter und möchte jetzt dessen Nachfolge antreten: Jonas Egner kandiert für das Amt des Rathauschefs.  Foto: Alternativer Fotograf

Verantwortung gehört für Jonas Egner zum Berufsalltag. Der 40-Jährige arbeitet bei Kaufland in Neckarsulm als strategischer Einkäufer. Jetzt strebt er ins Rathaus und kandidiert für das Bürgermeisteramt in Jagsthausen. Seit 2019 sitzt er im Gemeinderat. 2024 wurde er zum ersten Stellvertreter von Roland Halter gewählt. Der Amtsinhaber tritt nach vier Jahrzehnten bei der Wahl am 8. März nicht mehr an.

Als Bürgermeister von Jagsthausen setzt Jonas Egner auf Zusammenhalt in allen Bereichen

Die Kandidatur, erzählt Jonas Egner, sei für ihn schon länger ein Thema. „Ich bin hier verwurzelt und in der Gemeinde engagiert.“ Vor allem im Vereinsleben bringt er sich mit verschiedenen Ehrenämtern ein. Lange war er Jugendbetreuer bei der Freiwilligen Feuerwehr, Jugendleiter im Fischereiverein, spielte Fußball und Tennis. Er weiß also, wo der Schuh drücken kann.

Man müsse gemeinsam schauen, wie die Vereine attraktiver gemacht werden können, um für Nachwuchs zu sorgen. Nicht nur dabei setzt Jonas Egner auf ein gut funktionierendes Team in der Verwaltung: „Rathaus, Bauhof, Kindergarten, Schule: Man muss weiter zusammenhalten“, beschreibt er eine Zukunft mit ihm als Bürgermeister.

„Der Dorfladen ist ein Glücksfall für Jagsthausen“

In dieser Funktion möchte er einen Anlaufpunkt schaffen, an dem ältere Menschen Gemeinschaft erleben können – unterstützt von Ehrenamtlichen, die mit ihnen kochen, backen oder einfach Zeit verbringen. „Niemand sollte abgeschoben werden, nur weil er alt ist.“ Ideal wäre für ihn ein Standort in der Nähe des Dorfladens – jenem Ort, an dem die Jagsthäuser seit 2012 zusammenkommen.

Der Laden sei ein Glücksfall für die Gemeinde.  Er entstand auf Initiative von Roland Halter, nachdem sich eine Supermarktkette doch nicht angesiedelt hatte. Damals wurde die Bevölkerung mit ins Boot geholt, das leerstehende BAG-Lagerhaus wurde mit viel ehrenamtlicher Arbeit ausgebaut.

Transparent agieren und Entscheidungen erklären

Menschen für eine Sache begeistern, das ist auch bei der Ortskernsanierung wichtig. „Ich möchte sie mitnehmen und nicht diktieren, was sie machen sollen“, sagt der gelernte Industriekaufmann. Man müsse in Dialog gehen und schauen, was umgesetzt werden kann.

Generell sei es ihm wichtig, transparent zu agieren, im Gemeinderat getroffene Entscheidungen zu erklären und präsent zu sein. Wenn es passt, möchte sich Jonas Egner auch weiterhin ehrenamtlich engagieren. „Das macht mir einfach viel Spaß.“ Nicht mit anpacken, sondern nur im Rathaus sitzen, sei nichts für ihn. Er wisse außerdem, wo der Schuh drückt.

Der Rückhalt für seine Kandidatur sei da, nicht nur im engeren Umfeld. In Gesprächen sei er in seiner Entscheidung gestärkt worden. „Es ist einfach der nächste Schritt für mich, um mich noch weiter einzubringen.“ 

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