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Einigung im öffentlichen Dienst: Gewerkschaft würdigt Tarifabschluss

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5,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Schritten bis 2028: Mit diesem Ergebnis für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Einrichtungen der Bundesländer zeigt sich die Gewerkschaft Verdi Heilbronn-Neckar-Franken zufrieden. Das sind die Reaktionen.


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„Ich bin froh, dass wir das vom Volumen her so abschließen konnten, wie im kommunalen Bereich.“ Katharina Kaupp, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Verdi Heilbronn-Neckar-Franken zeigt sich zufrieden. Zuvor hatten sich in Potsdam Gewerkschaften und Vertreter der Bundesländer auf einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, in Ländereinrichtungen geeinigt. Der sieht eine dreistufige Erhöhung bis zu 5,8 Prozent vor. Die Laufzeit beträgt 27 Monate, also bis 31. Januar 2028.

„Auch mit der Laufzeit haben wir mit der die Regelung für die Angestellten der Kommunen gleichgezogen“, so Katharina Kaupp. Die Tarifverhandlungen für die Kommunen waren im April 2025 beendet worden.

DHBW-Rektorin Nicole Graf begrüßt den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Von dem aktuellen Tarifabschluss der Länderbeschäftigten profitieren unter anderem Beschäftigte der Polizei, Lehrer, Mitarbeiter der Zentren für Psychiatrie (Weissenhof), Hochschulen, Studierendenwerke, sowie die Landesversuchsanstalt für Wein- und Obstbau. 

Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), spricht zu den Ergebnissen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Diensts der Länder.
Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), spricht zu den Ergebnissen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Diensts der Länder.  Foto: Michael Bahlo

Nicole Graf, Rektorin der DHBW, begrüßt denn Abschluss für ihre Beschäftigten. „Die Inflation belastet ja alle, der Tarifabschluss ist daher in Ordnung.“ Da in der Hochschule auch Beamte und externe Lehrkräfte beschäftigt sind, sei nur ein Teil der Belegschaft betroffen, etwa zentrale Dienste, Verwaltung, Hausmeister. Den Gürtel enger schnallen müsse die DHBW wegen des Tarifabschlusses nicht: „Wir haben einen voll besetzten Stellenplan und sind gut durchorganisiert“, so die Rektorin.

Vor einem Jahr hatten die Beschäftigten der Kommunen einen Zuschlag erhalten

Nach der Einigung im Tarifstreit der Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat der Verdi-Landesverband in Baden-Württemberg das Ergebnis begrüßt. «Gut, dass wir trotz massivem Gegenwind Reallohnsteigerungen und einen Mindestbetrag erreichen konnten und vor allem mit der Einkommensentwicklung bei den Kommunen Schritt halten können», sagte Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger.

Laut dem neuen Tarifvertrag, auf den sich die Beteiligten zuvor in Potsdam verständigt hatten, sollen die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Nach Angaben von Verdi soll der Vertrag 27 Monate laufen, bis zum 31. Januar 2028. Weitere Warnstreiks oder gar ein unbefristeter Streik sind damit vom Tisch. Die Erhöhung soll nach Angaben der Gewerkschaft mindestens 100 Euro im Monat ausmachen. Nachwuchskräfte sollen 150 Euro mehr bekommen. 

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben

In Baden-Württemberg gibt es insgesamt gut 110.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 194.000 indirekt betroffene Beamte und Beamtinnen, so der Verdi-Landesverband unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demzufolge arbeiten allein bei den sieben Zentren für Psychiatrie an neun Standorten rund 10.000 Beschäftigte. Für die Beschäftigten der vier Uniklinika gilt ein eigenständiger Tarifvertrag. Die Gespräche hatten Anfang Dezember begonnen. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben.

 

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