Pascal Bopp und seine Frau Carolin beim Wahlabend am 9. November 2025. Gut zwei Monate später wird der neue Bürgermeister an diesem Montag offiziell eingesetzt.
Foto: Lina Bihr
Von ihrem neuen Bürgermeister erwarten die Talheimer frischen Wind und neue Ideen. Aber Pascal Bopp, der am Montagabend in sein Amt eingesetzt wird, benötigt auch Zeit für die Einarbeitung. In Talheim wird 2026 zunächst einmal die Liste der Projekte abgearbeitet, die noch unter der Ägide von Rainer Gräßle auf den Weg gebracht wurden.
Schozacher Straße wird Talheim noch bis 2028 beschäftigen
Größte Maßnahme ist die Sanierung der Schozacher Straße. „Der zweite und zugleich teuerste Bauabschnitt wird uns sogar noch bis ins Frühjahr 2027 beschäftigen“, sagt Kämmerer Dieter Uhler. Rund zwei Millionen Euro wird die Gemeinde dafür voraussichtlich ausgeben müssen. Für den ersten Bauabschnitt aus dem Jahr 2025 liegt die Schlussrechnung zwar noch nicht vor, aber Uhler rechnet mit 1,4 Millionen Euro. Weiter geht es 2027/2028 mit Teil drei. Die Kosten schätzt der Finanzexperte aktuell auf 1,7 Millionen Euro – „je nachdem, wie sich die Preise im Tiefbau bis dahin entwickeln“.
Spätestens im Sommer soll die neue Pumptrack-Anlage zwischen der Freizeiteinrichtung Hobbyland und der Sportanlage Hänfe in Betrieb gehen. 250.000 Euro investiert Talheim für seine jungen Einwohner.
Innerhalb des Sanierungsgebietes Ortsmitte IV befinden sich auch einige denkmalgeschützte Gebäude, wie die Bergstraße 1 (links hinten) und Bergstraße 2 (rechts).
Foto: Schmidt, Harald
Foyer des Talheimer Rathauses wird umgebaut
Schon seit Jahren in der Pipeline wird 2026 auch endlich der Umbau des Rathausfoyers in Angriff genommen. Mit einem Durchbruch zu den ehemaligen „Schlecker“-Räumlichkeiten werde das Projekt etwas umfangreicher als zunächst vorgesehen, berichtet Dieter Uhler. Nicht nur ein barrierefreier Zugang zum Rathaus und ein Archiv sollen entstehen, sondern auch ein multifunktionaler Raum, der sowohl als Trauzimmer als auch als Besprechungsraum dienen wird. 500.000 Euro sind dafür eingeplant.
Ebenfalls 500.000 Euro wird die Sanierung der Straße zum Haigern samt Neubau von 15 Parkplätzen kosten. „Der private Eigentümer wird seinen Teil beitragen und weitere 29 Parkplätze schaffen“, sagt Uhler.
Konkret wird auch die Umsetzung der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Ortsmitte IV. Ein Drittel der Gebäude stammt aus den Jahren vor 1949, weitere wurden zwischen 1950 und 1979 errichtet. Die letzten Modernisierungen liegen rund 30 Jahre zurück. Betroffen sind 146 Eigentümer, die im ersten Quartal zu einer weiteren Informationsveranstaltung eingeladen werden. Auch die Gemeinde plane Investitionen in dem Gebiet, so Uhler. Aktuell stehen Fördermittel vom Land in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.
Ein Thema, das Anwohner und Mitarbeiter im Talheimer Rathaus 2025 das ganze Jahr über beschäftigt hat, war die Sanierung der Schozacher Straße, die sich in zwei weiteren Bauabschnitten noch bis 2028 hinziehen wird.
Grund zum Feiern gab es Ende Mai/Anfang Juni: 60 Jahre Partnerschaft zwischen Soultzmatt-Wintzfelden und Talheim. Eine Delegation, bestehend aus Vertretern von Verwaltung, Gemeinderat und Vereinen, gestaltete das Festwochenende in der 2500-Einwohner-Gemeinde im Elsass mit.
Wenige Tage später gab Bürgermeister Rainer Gräßle überraschend bekannt, dass er bei der Wahl im November nicht mehr antreten wird. Drei Kandidaten wollten seine Nachfolge antreten: Alexander Mohaupt und Antonio Nicola Fellini aus Heilbronn und Vertriebsleiter Pascal Bopp aus Talheim. Mit 89,9 Prozent der Wählerstimmen wurde Bopp am 9. November auf Anhieb zum neuen Bürgermeister gewählt.
Mitte Juli begann die Sanierung des „Schneck“. Bis in den Herbst zogen sich die Arbeiten der Firma Peer Mühle aus Bietigheim-Bissingen am Turm der Oberen Burg. Kosten für das Projekt: 291.000 Euro .
Mehr als eine halbe Million Euro hat die Sanierung von Dach und Turm der evangelischen Kilianskirche verschlungen. Mit einem Gottesdienst wurde Ende September nach zwei Jahren der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert.
Sein 50-jähriges Bestehen beging der Schwäbische Albverein Talheim 2025. Auf einen Festakt wurde aufgrund der Altersstruktur der Mitglieder verzichtet.
Der 4,8 Hektar große Solarpark an der B27 wurde kurz vor Weihnachten in Betrieb genommen – ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Talheim, der Zeag Energie AG Heilbronn und der EE Bürger Energie-Talheim. Hauptabnehmer des dort erzeugten Stroms ist der benachbarten Bmk-Steinbruch.
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