Zwei Jahre im Expeditionsmobil: Brackenheimer Ehepaar berichtet über Südamerika-Reise
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Angela und Frank Melchert aus Brackenheim-Neipperg waren zwei Jahre im Expeditionsmobil durch Südamerika unterwegs. Zurück in Deutschland haben sie viele Abenteuer zu erzählen.
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Unberührte Natur, matschige Straßen, Begegnungen mit Meeresschildkröten und Ameisenbären: Das Ehepaar Angela und Frank Melchert aus Brackenheim (Landkreis Heilbronn) hat zwei Jahre lang in drei Etappen Südamerika bereist und viel erlebt. Mit dem Expeditionsmobil verschlug es sie zuletzt für mehrere Monate unter anderem nach Uruguay, Argentinien, Paraguay, Brasilien und Guyana. Die Erzieherin und der Maschinenbauingenieur, mittlerweile beide in Rente, sind kürzlich wieder nach Neipperg zurückgekehrt – mit unzähligen Abenteuergeschichten im Gepäck.
Ehepaar aus Brackenheim reiste durch Südamerika: Pantanal und Transamazonica
Ein Höhepunkt war für Frank Melchert die Überquerung des Pantanals, das größte Sumpfgebiet der Erde. Dort luden sie ihr zwölf Tonnen schweres Fahrzeug auf ein großes Floss. Anschließend befuhren sie die Transamazonica, eine Naturpiste durch den Regenwald. In Französisch-Guyana betraten die Reisenden dann europäischen Boden. „Die Lebensart war hier wie in Frankreich“, schildert Angela Melchert, inklusive französischer Supermärkte und der Währung Euro. Im Herbst wurden sie dort auch Zeugen des Starts der europäischen Trägerrakete Ariane 6. „Wie schnell die im All verschwand“, staunte das Paar und erinnert sich noch an den Feuerball und die Vibration.
Nicht immer waren die Straßen gut ausgebaut, ab und an lag auch mal ein Baum auf der Straße. Richtig in Not seien sie aber nie geraten, erzählen die Melcherts.
Foto: privat
Aber es gab auch Zeiten der völligen Abgeschiedenheit auf ihrer Route. „Das war ein Naturparadies“, sagt Frank Melchert. In diesem trafen sie nicht nur auf eine exotische Pflanzenwelt, sondern begegneten auch wilden Tieren wie Krokodilen, Capybaras, Jaguars und Faultieren. „Wir haben unterwegs Piranhas geangelt“, erzählt er. Seiner Frau sind besonders die brüllenden Affen im Gedächtnis geblieben – ein unheimliches Erlebnis. „Da bebt der ganze Urwald“, sagt sie und lacht. Und dann war da noch die große Anakonda. „Sie ist genau vor uns über die Straße geschlängelt.“
Kommunikation und Hilfsbereitschaft: Das erlebte das Brackenheimer Ehepaar in Südamerika
Beeindruckt hat Angela und Frank Melchert auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen. „Da können wir uns wirklich eine Scheibe abschneiden“, findet Angela Melchert im Hinblick auf Deutschland. Flüssig Spanisch oder Portugiesisch sprechen die beiden zwar nicht, aber „von allem ein bisschen“. „Da geht auch viel mit Händen und Füßen“, berichtet Angela Melchert, und notfalls gebe es Übersetzer-Apps. Unterwegs trafen sie aber auch Deutsche, zum Beispiel einen jungen Mann aus Göppingen, der an der Laguna Esmeralda Schnitzelweck verkaufte.
Frank und Angela Melchert aus Brackenheim sind schon ihr Leben lang ziemlich reiselustig. Die letzte ausgedehnte Reise führte sie durch Südamerika.
Foto: privat
Reisen war schon lange die Leidenschaft des Ehepaars, das heute Mitte sechzig und seit 41 Jahren verheiratet ist. Im Jahr 1980 durchquerten sie gemeinsam die Sahara. „Afrika haben wir von oben bis unten gesehen“, berichtet Frank Melchert. Sechs Jahre später verschlug es die beiden aus beruflichen Gründen nach Brasilien, wo sie ein Jahr verbrachten. Das Land habe sich in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert, berichten sie. Die Besiedlung habe zugenommen, der Urwald sei stark zurückgegangen. „Das ist ganz gravierend“, sagt Frank Melchert. „Es gibt ihn noch, aber man muss ihn suchen.“ Die offene Mentalität der Leute sei hingegen unverändert. „Die Gastfreundschaft ist geblieben“, betont Melchert.
Die künftigen Monate wird das Ehepaar zu Hause in Neipperg verbringen, private Feste stehen an. Langfristig ruft aber erneut das Abenteuer – vielleicht in Nordamerika?
Ausrüstung bei der Südamerika-Reise
Während Angela und Frank Melchert schon wieder zu Hause in Brackenheim weilen, ist ihr Expeditionsmobil noch unterwegs. Diese Woche soll es per Schiff in Hamburg ankommen. Gekauft hatte das Ehepaar das Fahrzeug bereits vor zehn Jahren. Insgesamt waren die beiden zwei Jahre von Feuerland bis Guyana unterwegs. Seit Februar 2026 sind sie nun zurück in Deutschland. Ihre Reisen haben sie auf ihrem Youtube-Kanal „angela and frank“ festgehalten.
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