Stuttgart macht Schulen unnötigen Druck
Grundschulen sollen am 6. oder 7. Februar über die Viertklässler konferieren und die Halbjahresinformationen gleich danach ausgegeben. Der Zeitdruck verwundert.

Das Kultusministerium zieht mal wieder den Unmut der Lehrer auf sich: Die Schulreform soll demnächst vom Landtag verabschiedet werden. So weit, so gut. Nur: Der Übergang in Klasse fünf wird darin auch neu geregelt. Damit Grundschulen bei der neuen Grundschulempfehlung auf der sicheren Seite stehen, können Klassenkonferenzen erst dann stattfinden, wenn das Gesetz in Kraft tritt. Stuttgart macht deutlich, an welchen beiden Tagen Lehrer zu konferieren haben und die Zeugnisse ausgegeben werden müssen.
Die Schulreform ist lange angekündigt. Unverständlich ist deshalb, dass trotzdem bei der Umsetzung manches holpert: Der Mathe-Test für die Viertklässler war so schwierig, so dass selbst das Kultusministerium ihn nun überarbeiten will. Die Klassenkonferenzen dürfen nur an zwei bestimmten Tagen stattfinden – keinesfalls früher.
Der Frust an Schulen, die sich dadurch gegängelt fühlen, ist verständlich. Eine Reform, die alle mitnehmen soll, darf keinesfalls erstmal Sand ins Getriebe streuen. Bei den neuen Regeln für die Grundschulen ist das allerdings geschehen.
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