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Startschuss für neues Baugebiet in Jagsthausen

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Mit dem Spatenstich für das Baugebiet „Steinich“ im Ortsteil Olnhausen beginnt die Erschließung von 21 Bauplätzen. Insgesamt sollen in drei Abschnitten 54 Grundstücke entstehen.

Nach vielen Jahren der Planung geht es nun endlich los: Im Baugebiet "Steinich" rollen demnächst die Bagger, um das Areal zu erschließen.
Nach vielen Jahren der Planung geht es nun endlich los: Im Baugebiet "Steinich" rollen demnächst die Bagger, um das Areal zu erschließen.  Foto: Hofmann, Elfi

Rund zehn Jahre ist es her, dass in Jagsthausen das letzte Baugebiet ein Thema war. Damals wurden im Gebiet „Sennenfelder Straße II“ die letzten Grundstücke erschlossen. Da allerdings die Nachfrage nach Bauland ungebrochen ist, wurde die Gemeinde bereits 2021 mit einem Aufstellungsbeschluss aktiv, um weitere Flächen auszuweisen. Diesmal allerdings nicht im Kernort, sondern in Olnhausen. Dort, am Ortsrand, soll in insgesamt drei Abschnitten das Gebiet „Steinich“ mit 54 Bauplätzen entstehen.

Im Olnhausener Baugebiet „Steinich“ entstehen verschiedene Häusertypen

„Der erste Abschnitt ist die größte Herausforderung“, sagt Bürgermeister Roland Halter beim Spatenstich. Dabei war der Weg dahin schon kein leichter, schließlich müssen zahlreiche Auflagen beachtet werden, die die Entwicklung solcher Vorhaben oft verlangsamen. Er hoffe, so Halter, dass in Zukunft ein Stück der Bürokratie zurückgeschraubt wird, um schneller in die Umsetzung gehen zu können. Sein Resümee: „Früher waren insgesamt weniger Gutachten nötig.“

Das kann Jürgen Glaser, Planer und Mitgeschäftsführer des Planungsbüros IFK Mosbach, nur unterschreiben. Die Anforderungen seien andere als früher, die Verfahren ziehen sich auch deshalb in die Länge. Im Fall des Baugebiets „Steinich“ kommt hinzu, dass dort verschiedene Haustypen vorgesehen sind. „Dieses gemischte Konzept macht es komplexer“, so Glaser. Neben Einfamilienhäusern sind Doppel- und Reihenhäuser sowie Geschosswohnungsbau fest verankert.

Grundstückspreise für das Baugebiet stehen bereits fest

Das Konzept zur Vermarktung sei von Verwaltungsseite weitgehend fertig und soll demnächst „ins Laufen kommen“, sagt Roland Halter. Die Grundstückspreise wurden bereits im vergangenen Dezember durch den Gemeinderat festgelegt. Wer ein Einfamilienhaus bauen will, muss 198 Euro pro Quadratmeter zahlen. In Sachen Doppelhaushälfte werden 215 Euro je Quadratmeter fällig. Wer sich für die Mehrfamilienhäuser interessiert, muss 230 Euro für jeden Quadratmeter aufbringen. Die Grundstücke des ersten Bauabschnitts sollen nach und nach auf den Markt gebracht werden.  Ziel sei es, sie innerhalb von ein bis zwei Jahren verkauft zu haben, sagte Roland Halter im Oktober.

„So wollen wir den Folgen des Klimawandels entgegentreten.“Jürgen Glaser

Für die Erschließungsarbeiten im ersten Bauabschnitt und damit für 21 Bauplätze fallen 2,2 Millionen Euro an. Insgesamt sollen sich die Kosten auf rund 6,2 Millionen Euro belaufen. 

Das Areal grenzt auf drei Seiten an ein Schutzgebiet, die leichte Hanglage kann bei Starkregenereignissen zum Problem werden. Deshalb wird oberhalb ein großer Graben geschaffen, der das Niederschlagswasser auffangen soll, das wiederum von dort seitlich abgeleitet wird. „So wollen wir den Folgen des Klimawandels entgegentreten“, beschreibt Jürgen Glaser das Konzept, das außerdem ein Regenrückhaltebecken im unteren Bereich des Baugebiets vorsieht.

Komplexe Entwässerungssituation mit vielen hundert Metern Kanälen

Apropos Wasser: Laut dem Planer ist die Entwässerungssituation komplex, Regen- und Schmutzwasser werden getrennt abgeführt, auf den Grundstücken sind Zisternen geplant. Alleine für das Schmutzwasser werden rund 585 Meter Kanäle verlegt. 

Neben dem Baugebiet „Steinich“ plant die Gemeinde Jagsthausen auch an anderer Stelle zusätzlichen Wohnraum. Von der Nachbarkommune Widdern kommend soll im Gebiet „Westlicher Ortsrand“ gebaut werden; dafür liegt bereits ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vor.

Noch nicht ganz so weit ist das rund 0,1 Hektar große Areal „Am Berg“. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan befindet sich derzeit in der Offenlegungsphase. In dem geplanten Mischgebiet soll Wohnraum für Saisonarbeitskräfte sowie für Mitarbeitende eines lokal expandierenden Unternehmens entstehen.

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