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Mehr Müll über die Feiertage: Welche Entsorgungsregeln im Raum Heilbronn gelten

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Ab Januar werden alte Restmülltonnen im Stadt- und Landkreis Heilbronn nicht mehr geleert. Zudem geben Entsorger wichtige Tipps zur sicheren Entsorgung von Feuerwerksresten nach Silvester.


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Traditionell steigt zum Jahreswechsel das Müllaufkommen. Wohin mit dem vielen Abfall über die Weihnachtstage? Und wie wird Silvestermüll richtig entsorgt? Wir haben Experten in Heilbronn und Hohenlohe dazu befragt.

Heilbronn meldet Spitzenwerte beim Restmüll im Januar – Hohenlohe bleibt stabil

Im Landkreis Heilbronn gibt es im Januar immer wieder die höchsten Restmüllmengen. „Sie liegen erfahrungsgemäß um etwa ein Fünftel höher als in anderen Monaten“, teilt der Abfallwirtschaftsbetrieb mit. Dies liege daran, dass die Menschen in der Weihnachtszeit und am Jahresanfang für Ferien, Urlaub oder Familienfeiern viel zu Hause sind. 

Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis erwartet hingegen „keine signifikante Steigerung der Restmüllmenge zum Jahresende. Im Rahmen der Restmüllabfuhr im Hohenlohekreis wurden im Januar 2025 rund 6,5 Prozent Restmüll weniger gesammelt als im Dezember 2024“, teilt Sprecherin Anja Kohr mit.

Mehr Müll über die Feiertage: Änderungen im Stadt- und Landkreis Heilbronn

Auch Verpackungsabfälle nehmen zu. „In den Wochen um das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel fällt mit Abstand am meisten an“, weiß Boris Ziegler vom Entsorger Prezero. „Aus den Mehrmengen ergeben sich sowohl für die Sammler als auch für die Sortierer echte Herausforderungen.“ Im Landkreis Heilbronn wird ab Januar die Gelbe Tonne geleert. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Haushalte schon das neue Sammelsystem nutzen und dass wir zum Jahresbeginn im Landkreis gut gefüllte Behälter vorfinden.“

Abgebrannte Feuerwerkskörper sind kein schönes Bild auf den Straßen. In den Mülleimer dürfen sie aber auch nicht sofort.
Abgebrannte Feuerwerkskörper sind kein schönes Bild auf den Straßen. In den Mülleimer dürfen sie aber auch nicht sofort.  Foto: Archiv, Mugler

Auch beim Restmüll gibt es Änderungen im Januar: Die alten schwarzen Tonnen in Stadt- und Landkreis Heilbronn werden nicht mehr geleert. „Die alten Behälter dürfen nach der letzten Abfuhr in 2025 nicht mehr befüllt werden“, betont die Pressestelle des Landratsamtes. Daher solle man schon über die Feiertage die neuen, bereits ausgelieferten Behälter nutzen. 

Neues Jahr, neue Müllbehälter in Stadt und Landkreis Heilbronn

Die alten Restmüllbehälter, die bis in den März hinein abgeholt werden, müssen vollständig leer sein. Das gilt in der Stadt wie im Landkreis Heilbronn. Neben der Abholung am Haus gebe es zusätzlich die Möglichkeit, die alten Behälter an 13 Sammelplätzen im Landkreis Heilbronn abzugeben.

Die Annahme erfolge ab Januar zu den jeweiligen Öffnungszeiten auf folgenden Plätzen: Häckselplatz Bad Rappenau-Babstadt, Cleebronn, Eberstadt, Langenbrettach, Lauffen, Möckmühl, Neckarsulm, Obersulm, Offenau, Untergruppenbach, Schwaigern/Leingarten, Schwaigern-Stetten und der Recyclinghof Neckarwestheim. „Hier ist zu beachten, dass manche Häckselplätze erst nach 6. Januar wieder geöffnet haben“, betont LRA-Sprecher Michael Brand.

Böllerbatterien am besten in Wasser einweichen

Welche Entsorgungstipps gibt es für abgebrannte Böllerbatterien, Raketen und Kracher?

Abgebrannte Böller und Raketen können – sofern sie vollständig restentleert und abgekühlt sind – in den Restmüll gegeben werden. „Jede Form von Feuerwerk und Böller birgt auch bei der Entsorgung ein Risiko“, sagt Anja Kohr von der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises. Daher gilt: Abgebrannte Feuerwerkskörper vollständig auskühlen lassen und vor der Entsorgung in der Restmülltonne vollständig in Wasser einweichen.

„Alles an Feuerwerk und Böllern – von der kleinen Wunderkerze bis hin zur großen Feuerwerksbatterie – gehört, sobald es abgebrannt und im Anschluss in Wasser eingeweicht wurde, generell in den Restmüll.“ Vor der Entsorgung über die Restmülltonne müssen sie unbedingt unschädlich gemacht werden. „Das funktioniert am besten, indem man die Böller und Raketen für mindestens 24 Stunden in ein Wasserbad legt“, so Boris Ziegler. Abgebrannte Feuerwerksreste müssen vollständig ausgekühlt sein und gehören ebenfalls in die Restmülltonne.

Unbeliebt sind die Holzstangen von Silvesterraketen bei der Stadtreinigung: In der Kehrmaschine, die den Silvestermüll wegräumt, verkanten sich die Stäbe schnell und müssen von Hand herausgepult werden. Weihnachtsbaumnetze sind ein Problem in den Sortieranlagen: Die Netze sind aus extrem reißfestem Material wickeln sich um die Antriebswellen. „Dort müssen sie aufwändig entfernt werden, was – ausgerechnet in der verpackungsintensiven Phase – zu beträchtlichen Ausfallzeiten führt. Die Netze gehören daher besser in die schwarze Restmülltonne.“

Böller und Batterien sind in den Tonnen noch brandgefährlich

Nicht abgebranntes Feuerwerk und Blindgänger dürfen dagegen nicht über den Restmüll entsorgt werden. Hohenloher Bürgerinnen und Bürger können sich in solchen Fällen an Waffen-und-Jagd@Hohenlohekreis.de wenden. Auch der Entsorger Prezero warnt: „Blindgänger und unbenutztes Feuerwerk enthalten noch Schwarzpulver und dürfen auf keinen Fall in die Gelbe Tonne!“

Wie falsch entsorgte Batterien und Akkus können auch Silvesterböller Brände in Sortieranlagen oder Sammelfahrzeugen verursachen „Dies bringt Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Einsatzkräfte unnötig in Lebensgefahr.“

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