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Zahl im Bundesland steigt
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Immer mehr Unfälle mit Autofahrern ab 70? So hoch fällt die Zahl in Heilbronn aus

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In Deutschland sind immer mehr ältere Autofahrer in Unfälle verwickelt. Ein Heilbronner Polizeisprecher verweist auf den Anteil an Senioren in der Gesellschaft.


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In Deutschland sind immer mehr ältere Autofahrer in Unfälle verwickelt, gab der Gesamtverband der Versicherer (GDV) in einer Pressemitteilung bekannt. Auch in Baden-Württemberg, wie es laut der Deutschen Presseagentur (dpa) aus der in Berlin veröffentlichen Auswertung des Gesamtverbands hervorging.

Mehr ältere Menschen in Baden-Württemberg an Unfällen beteiligt

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn ereigneten sich in den Jahren 2020 bis 2024 438 Unfälle mit Schwerletzten und Getöteten, bei denen Verkehrsteilnehmer im Alter von über 70 Jahren beteiligt waren. „In Folge dieser Unfälle wurden 40 Menschen getötet und 449 schwerverletzt“, sagt ein Sprecher der Polizei Heilbronn.

Im selben Zeitraum ereigneten sich demnach 308 Unfälle mit Schwerletzten und Getöteten, bei denen Verkehrsteilnehmer im Alter von über 70 Jahren Verursacher waren. Dabei wurden 30 Menschen getötet und 314 schwerverletzt.

Menschen über 70 an mehreren Verkehrsunfällen im Raum Heilbronn beteiligt

Insgesamt hat es zwischen 2020 und 2024 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn 2580 Verkehrsunfälle mit 170 getöteten und 2785 schwerverletzten Personen gegeben, erklärt der Sprecher. Unfälle an denen Menschen über 70 Jahre beteiligt sind machen demnach knapp 17 Prozent aller Unfälle aus.

Senioren stellen derzeit einen Bevölkerungsanteil von zirka 21 Prozent, so der Stand 2023, in Baden-Württemberg dar, die Tendenz steige. Im Vergleich hierzu sind sie nicht überproportional an Verkehrsunfällen, ohne Verwarngeldunfälle, beteiligt, sagt der Polizeisprecher.

Weniger Unfälle gesamt, Zahl der Unfälle mit älteren Autofahrern steigt aber

Die Zahl der verunfallten älteren Autofahrer geht dem dpa-Bericht nach gegen den allgemeinen Trend. Denn die Zahl der an Unfällen mit Verletzten und Getöteten beteiligten Autofahrer in ging zwischen 2013 und 2023 insgesamt um 20 Prozent auf rund 34.900 zurück. In der Gruppe der älteren Fahrer ab 75 stieg die Zahl aber um 14 Prozent auf rund 2400. Drei von vier älteren Beteiligten hätten 2023 den Unfall selbst verursacht, in 1839 Fällen waren sie Hauptverursacher.

Für die Erhebung wurden Daten der Statistischen Landesämter ausgewertet. Kirstin Zeidler, die Leiterin der Unfallforschung der Versicherer im GDV, sagte laut dpa, auf den Straßen im Südwesten seien immer mehr Ältere unterwegs. Der Auswertung zufolge nahmen zwischen 2008 und 2017 die von der Generation 75 Jahre und älter mit dem Auto zurückgelegte Strecke um knapp 81 Prozent zu. Es sei zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt.

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