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Selbstbedienungskassen
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Einkäufe selber abkassieren

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Selbstbedienungskassen sollen kürzere Wartzeiten bieten. Doch nutzen Kunden das Angebot in einigen Supermärkten, Baumärkten und Bekleidungsgeschäften auch?

Viele Supermarktketten und Baumärkte bieten den Kunden die Möglichkeit ihre Waren an Selbstbedienungskassen zu bezahlen.
Viele Supermarktketten und Baumärkte bieten den Kunden die Möglichkeit ihre Waren an Selbstbedienungskassen zu bezahlen.  Foto: Swen Pförtner/dpa

Statt seine Waren auf das Fließband zu legen, einfach selbst einscannen und bezahlen, dass geht mittlerweile in einigen Geschäften. Doch inwiefern lohnen sich diese Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) überhaupt für die Unternehmen? Scannen Kunden tatsächlich lieber selbst ihre Einkäufe ein?

"Wir beobachten, dass die SB-Kassen gerade bei kleineren Einkäufen gerne von unseren Kundinnen und Kunden jeden Alters genutzt werden", erklärt dm-Gebietsverantwortlicher Hauke Flöter. In Stoßzeiten sorge dieses Angebot für Entlastung in den entsprechenden Märkten. "Von unseren vier Heilbronner dm-Märkten sind bereits drei mit Selbstbedienungskassen ausgestattet, in Eppingen verfügt unser dm-Markt ebenfalls bereits über den praktischen Service." 

SB-Kassen bei Edeka Ueltzhöfer hat neue Arbeitsstelle geschaffen

Bei Edeka Ueltzhöfer gibt es vier SB-Kassen. Das Angebot lohne sich für den Markt "definitiv", stellt die Stellvertretende Marktleitung fest. Die Kundschaft, die den Service nutze, sei gemischt, die Nachfrage sei da. Eigentlich seien die SB-Kassen für Kurzeinkäufe gedacht. Doch Ueltzhöfer habe auch Handscanner, mit denen man die Waren einscannen kann, bevor man sie in den Einkaufswagen legt und am Ende nur einen QR-Code an der Kasse einscannen muss. "Dann muss der Kunde nicht wieder auspacken." Die SB-Kassen haben auch eine neue Arbeitsstelle geschaffen, ergänzt die Stellvertretende Marktleitung. Bei Schwierigkeiten oder Fragen, stünde dieser Mitarbeiter den Kunden zur Verfügung.

Sowohl in Supermärkten wie Kaufland als auch in Baumärkten wie Obi nutzen Kunden SB-Kassen

Seit 2015 habe Kaufland begonnen, SB-Kassen in seinen Filialen einzuführen, erklärt Unternehmenssprecher Dominik Knobloch. In der Region sind in Ilsfeld, Neckarsulm, Eppingen, Künzelsau, Sinsheim sowie in zwei Heilbronner Filialen (Olgastraße und Stuttgarter Straße) SB-Kassen vorhanden. Bundesweit werde dieses Angebot von etwa 40 Prozent der Kunden genutzt. Das Angebot stoße auf eine "positive Resonanz der Kunden", so Knobloch.

"In den beiden Heilbronner Märkten wurden die SB-Kassen im November 2020 eingeführt", heißt es vom Unternehmen OBI.  Für die SB-Kassen ziehe man bundesweit eine "sehr positive Bilanz". "Insbesondere in Spitzenzeiten, in denen der Markt stark frequentiert ist, verkürzen die SB-Kassen die Wartezeiten" und seien eine Entlastung für die Mitarbeitenden.

SB-Kassen bei Modekette C&A wird von allen Kundengruppen genutzt

Auch Modeketten wie C&A bieten SB-Kassen an. Die Filiale am Kiliansplatz habe diesen Service bereits seit letztem Jahr, so Claudia Junge, Pressesprecherin von C&A. "Auch in unserer Filiale im Kaufland-Center in Neckarsulm setzen wir auf diese moderne Technologie", ergänzt sie. Genutzt werde der Service von allen Kundengruppen "unabhängig von Alter, Geschlecht oder Einkaufsmenge", Flexibilität und Komfort sei den Kunden der Modekette wichtig. 

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