Richtungswahl

  
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Für Güglingen ist Michael Tauch als Bürgermeister die beste Wahl, meint unsere Autorin.

Schon beim Stimme-Wahlforum war Michael Tauch seiner Herausforderinklar überlegen.
Schon beim Stimme-Wahlforum war Michael Tauch seiner Herausforderinklar überlegen.  Foto: Seidel, Ralf

Michael Tauchs klarer Sieg bei der Bürgermeisterwahl kommt wenig überraschend. Der Politik- und Verwaltungsfachmann galt von Anfang an als Favorit für Güglingen – eine Einschätzung, die auch die Wählerinnen und Wähler teilen. Mit deutlicher Mehrheit haben sie den 35-jährigen (Noch-)Regierungsdirektor im Staatsministerium zum neuen Bürgermeister gewählt.

Tauch dürfte frischen Wind in die Stadtverwaltung bringen. Gleichzeitig kennt er die Grenzen des Machbaren. Spannend wird sein, welche Akzente er neben den Pflichtaufgaben setzen wird. Schon bei der öffentlichen Bewerbervorstellung und dem Stimme-Wahlforum war Tauch seiner Herausforderin Maria Langjahr klar überlegen. Mit Fachwissen, konkreten Vorstellungen und praktikablen Lösungsansätzen konnte er überzeugen. Maria Langjahr stellte sich dennoch als würdige Herausforderin heraus, die viel Mut aufgebracht hat, um gegen den Verwaltungsfachmann anzutreten. Letztlich hatte die 56-jährige Leiterin eines Reisebüros aber keine Chance. Trotz ihrer wirtschaftlichen Erfahrung reichte die kurze Bewerbungszeit nicht aus, um sich tiefer in kommunale Themen einzuarbeiten. Zu oft musste sie einräumen, Verwaltungsvorgänge nicht zu kennen. Nun müssen fachfremde Bürgermeisterbewerber nicht jedes Detail wissen – aber eine grundsätzliche Ahnung ist essenziell.

Schwach ist angesichts der Neuwahl die geringe Wahlbeteiligung von 43,87 Prozent. Sie liegt noch unter dem Wert von 2017, damals trat nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten zur Urne. Es hätte diesmal durchaus mehr sein dürfen, allein als Wertschätzung, dass die Güglinger die Gelegenheit einer echten Wahl bekommen.

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