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Erderwärmung
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Zwölf Grafiken zur Erläuterung der Klimakrise

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Die Erde heizt sich immer mehr auf, das 1.5-Grad-Ziel ist fast schon Makulatur. Schuld daran ist der Energiehunger der Menschheit. Hier sind Grafiken, die das Problem der Klimakrise veranschaulichen.

von Ana-Maria Stefan und Andreas Gugau
Wasserdampf steigt zum Sonnenaufgang aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Der weltweite Energiehunger wird vorerst weiter zum allergrößten Teil aus fossilen Quellen gestillt.
Wasserdampf steigt zum Sonnenaufgang aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Der weltweite Energiehunger wird vorerst weiter zum allergrößten Teil aus fossilen Quellen gestillt.  Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)

Noch nie waren die Weltmeere so warm wie im Februar 2024. Für den 3. Februar gibt der EU-Klimadienst Copernicus eine weltweite Durchschnittstemperatur von 21,05 Grad an der Oberfläche an, so viel wie noch nie. Die Grafik dazu zeigt, wie stark sich die Weltmeere aufgeheizt haben, wie groß der Abstand zur Referenzperiode seit 1991 vor allem in jüngster Zeit geworden ist.

Die Klimakrise ist in vollem Gang und es lohnt ein genauer Blick auf die Daten dazu. Fraglos ist, dass der Mensch mit dem Verbrennen fossiler Energieträger, dem Umwandeln von Flächen in Asphaltpisten und Betonwüsten, dem Trockenlegen von Mooren und anderem seit dem Beginn der Massenindustrialisierung und besonders seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Klimaerwärmung verursacht und vorantreibt. Besserung ist trotz vieler anderslautender Bekundungen wie dem Pariser Klimaabkommen noch immer nicht in Sicht. Die Welt lechzt nach Energie, die möglichst billig und jederzeit verfügbar sein soll.


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Energiehungerund die Klimakrise: Daten und ihre Interpretation

Bei der Interpretation der Daten gibt es einen gewissen Spielraum, beispielsweise zur Vergleichsgröße. Wenn bei der Temperatur die vorindustrielle Zeit vor 1900 herangezogen wird, dann hat 2023 bereits das 1,5-Grad-Ziel überschritten, dauerhaft und flächendeckend. Manche Gegenden haben bereits ein Temperaturplus von fünf Grad, haben Forscher der Universität Berkeley ermittelt.

Aber auch bei der Betrachtung im Zeitraum eines Menschenlebens, beispielsweise im Vergleich zur Periode von 1961 bis 1990 hat sich die Temperatur auf der Erde drastisch erhöht – parallel zum CO2-Gehalt in der Atmosphäre. Der Energiehunger der Welt ist noch immer ungleichmäßig verteilt. Während der in China beispielsweise seit der Jahrtausendwende stark gewachsen ist, benötigt jeder Europäer im Schnitt noch immer deutlich mehr Energie als jeder Chinese.

Klimakrise: Wachstum in Beton


Etwas anders stellt sich die Situation bei den CO2-Emissionen aus der Zementherstellung dar. Zement als Grundstoff für Beton wird für Wohnungen ebenso benötigt wie für Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken und Häfen und für die Industrie. Hier zeigt sich, dass asiatische Staaten vor allem in den vergangenen beiden Jahrzehnten deutlich mehr Zement pro Kopf herstellen als beispielsweise die Vereinigten Staaten. Das dicht besiedelte und seit den 1980er-Jahren florierende Südkorea liegt noch vor China. In Luxemburg hat der Bedarf derweil stark nachgelassen, seit die riesigen Verwaltungsgebäude der Institutionen der Europäischen Union fertiggestellt wurden.

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