Stimme+
Heilbronn
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Wegweiser für den Start in den Beruf

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Messe "Abi Zukunft" in der Harmonie mit mehr als 50 regionalen und überregionalen Ausstellern.

Von Ute Plückthun
Es muss kein duales Studium, sondern kann auch eine Ausbildung sein, finden (v.l.) Jennifer, Tanja und Michael Stahl, nachdem sie sich mit Marcel Kühn, Ruth Knapp und Tobias Rally vom Unternehmen Gültig unterhalten haben.
Foto: Plückthun
Es muss kein duales Studium, sondern kann auch eine Ausbildung sein, finden (v.l.) Jennifer, Tanja und Michael Stahl, nachdem sie sich mit Marcel Kühn, Ruth Knapp und Tobias Rally vom Unternehmen Gültig unterhalten haben. Foto: Plückthun  Foto: Plückthun, Ute

Endlich ist das Abi in der Tasche. Und was nun? "Es gibt über 450 Ausbildungsberufe und über 20.000 Studiengänge", sagt Julian Strotmann, stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens JF Messekonzept, das an 13 bundesweiten Standorten mit "Abi Zukunft" präsent ist. Bei der vierten Auflage in Heilbronn sind es rund 50 regionale und überregionale Aussteller mit einem Vielfachen an Angeboten. Der Ausbildungsmarkt ist hart umkämpft, Nachwuchskräfte mehr denn je gefragt.

Firmen machen bei der Messe auf sich aufmerksam

Dafür müssen sich die Firmen ins Zeug legen. "Wir möchten gern junge Leute auf uns aufmerksam machen", begründet Luca Griotto die Teilnahme. Selbst Azubi für Industriekaufmann im ersten Lehrjahr bei der Firma Wolpert, hat er für potentielle Interessen Informationen aus erster Hand. Wie Personalleiter Simon Eberle einräumt, sind bei angebotenen neun Ausbildungsberufen und drei dualen Studiengängen noch überall Plätze frei. Auch für Berufe ohne Abi. "Wir sind dabei, weil es besser wäre, wenn die Bewerber einen Führerschein hätten", macht er zur Lage in Bretzfeld-Schwabbach klar.

Tatsächlich haben bereits innerhalb der ersten Stunde zwei Kandidaten für technischen Produktdesigner und Dienstleistungen sowie eine Kandidatin für das Studium im Wirtschaftsingenieurwesen Praktika verabredet.

Es darf auch eine Ausbildung sein

Auch die Interessenten sind auf Zack. Mit Öffnung der Harmonie ist Marie Hofmann zur Stelle, die gerade ihr Abi am Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim bestanden hat. Sie möchte: "Ein Studium, natürlich, weil das ist vielseitiger." Richtung Handel soll es gehen, eventuell auch als duales Studium mit sofortiger Verdienstmöglichkeit.


Mehr zum Thema

In der Sparkasse Hohenlohe diskutierten Experten aus Verwaltung, Schule und Wirtschaft über die Frage, wie man mehr Jugendliche in Ausbildung bekommt.
Foto: Fischer
Stimme+
Künzelsau
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Der schwierige Weg von der Schule in den Job


Bei den Unternehmen der Schwarz Gruppe, auch das zeigt sich bei der Messe, gibt es für den Start in 2023 noch viele offene Stellen für eine Ausbildung, ein Abiturientenprogramm oder ein Duales Studium – zum Beispiel in Vertrieb, Logistik, der IT oder auch im Wertstoffmanagement und Recycling.

Zur Unterstützung ihrer Tochter Jennifer sind Tanja und Michael Stahl aus Cleversulzbach mitgekommen. Damit sie als Eltern wissen, wo es beruflich hingeht und keine wichtigen Detailfragen vergessen werden. Eigentlich ist die Elftklässlerin des Neuenstädter Eduard-Mörike-Gymnasiums mit dem Ziel eines dualen Studiums angetreten. Nun findet sie: Es darf durchaus eine Ausbildung sein.

Englischkenntnisse sind entscheidend

Etwa im Büromanagement bei der Firma Gültig aus Böckingen, die mit der Veredelung von Korken international tätig ist. Für dieses und nächstes Jahr sind zudem Azubis für Fachlagerist und Fachkraft als Lagerlogistik gesucht. Auch mit Haupt- und Realschulabschluss möglich, wenn Noten, Wissen und Engagement stimmen. Im Gespräch mit Tobias Rally, Salesmanager für Osteuropa, erfährt sie von Verdienstmöglichkeiten sowie dem guten Gefühl, das eigene Produkt in den Händen zu halten. Passt, denn sehr gute Englischkenntnisse kann die 16-Jährige vorweisen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben