Was hat es eigentlich mit Himmelfahrt und Vatertag auf sich?
Christi Himmelfahrt? So steht es an diesem Donnerstag im Kalender. Selbst manche Gläubige müssen bekennen, dass sie nicht so recht wissen, was hinter diesem Feiertag steckt - und warum er auch als Vatertag gilt. Stimme.de hilft weiter.

Schweizer nennen den Tag Auffahrt, Südtiroler Aufstieg, im Kalender steht am Donnerstag Christi Himmelfahrt und Vatertag. Alle freuen sich darüber. Erstens bedeutet er für die meisten einen freien Arbeitstag, manche hängen gar ein verlängertes Wochenende dran.
Gläubige feiern Gottesdienst im Grünen, teils sogar mit Prozessionen. Und vornehmlich junge Männer ziehen an diesem Tag für gewöhnlich mit Bierflaschen ins Freie und steuern eines der vielen kleinen Vatertagsfeste an. Doch auch hier gilt: Wegen der Corona-Pandemie ist dieses Jahr mal wieder fast alles anders. Feste fallen wie schon 2020 komplett flach. Ausflüge sind wegen der Kontaktbeschränkungen nur im kleinen Rahmen möglich, wobei das Wetter aller Voraussicht nach nicht gerade verlockend ist.
Gläubige beten unter freiem Himmel
Die zu dieser Jahreszeit und gerade am Feiertag Christi Himmelfahrt angesagten Gottesdienste im Grünen dürfen stattfinden, auch die bei Katholiken üblichen Prozessionen über Wiesen und Felder sind bis zu einem Inzidenzwert von 200 erlaubt - aber nur eingeschränkt unter strengen Hygieneregeln. Manche Kirchengemeinden verzichten wegen des großen Aufwandes aber freiwillig oder feiern in den Kirchen Gottesdienst.
Bliebe die Frage nach der Bedeutung des Feiertages Christi Himmelfahrt. Wie so oft hilft die Bibel weiter. Plastisch wird darin beschrieben, wie Jesus 40 Tage nach Ostern angeblich "emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und in den Himmel zur Rechten Gottes, des Vaters, erhoben wurde". Daher also der Name Himmelfahrt - am Vatertag.
Und die anderen Feiertage im Mai und Juni?
Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam? Solche Feiertage sind schwer zu fassen, inhaltlich und terminlich. Zunächst zum Datum: Ursache für das Hin und Her ist der Mond, respektive Ostern. Das Auferstehungsfest wird nämlich immer am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert, frühestens am 22. März, spätestens am 25. April. Verschiedene kirchliche Festtage, die auf Christi Auferstehung Bezug nehmen, richten sich nach Ostern: Von Aschermittwoch bis Fronleichnam.
Eine Richtgröße ist auch Pfingsten: zehn Tage vorher ist Himmelfahrt , zehn Tage später Fronleichnam. Aber was steckt dahinter? An Christi Himmelfahrt, so heißt es in der Bibel, sei Jesus zu seinem Vater in den Himmel "aufgefahren". Pfingsten bedeutet "der fünfzigste Tag" nach Ostern. Das Fest erinnert an den Heiligen Geist, der über die Apostel kam, so konnten diese plötzlich in verschiedenen Sprachen reden und das Wort Gottes in alle Welt bringen. Pfingsten gilt deshalb auch als Geburtstag der Kirche.
Fronleichnam heißt "der Leib des Herrn" und erinnert daran, dass Jesus für Christen über das Abendmahl in der Welt weiterhin gegenwärtig ist.
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