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Meinung zu Audi: Verunsicherung

  
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Die Audi-Mitarbeiter warten zu Recht auf eine langfristige Perspektive, meint unser Autor.

Das Ende des Verbrennungsmotors, Elektromobilität, Digitalisierung - die riesige Transformation in der Automobilindustrie verunsichert viele Mitarbeiter, auch hier in der Region am Audi-Standort Neckarsulm. Dort waren vor einigen Jahren noch zwei volumenstarke E-Autos angekündigt, dann kam es anders. Mit den neuen Generationen der Modelle A4 und A6 könnte das Werk ab 2024 noch einmal voll ausgelastet werden über ein paar Jahre. Mittelfristig scheint Neckarsulm damit gut aufgestellt zu sein.

Klar ist aber auch: Das Auto der Zukunft fährt elektrisch. Daher benötigt der Standort neben dem vollelektrischen E-Tron GT langfristig weitere Stromer, die sich in größeren Stückzahlen verkaufen lassen. Innerhalb des VW-Konzerns stehen mehr als 100 Werke im Wettbewerb, wenn es um die Produktion neuer Modelle geht. Neckarsulm darf hier nicht den Anschluss verlieren.

Aufgabe von Betriebsrat und Vorstand ist es, den Mitarbeitern ihre Ängste zu nehmen und aufzuzeigen, wie die langfristige Perspektive für Neckarsulm ist. Die Entscheidung über E-Autos für den Standort muss zeitnah fallen, damit wieder mehr Ruhe in die Belegschaft kommt. Dass Unternehmen und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen, hat die Informationsveranstaltung gestern im Werk gezeigt. Nun müssen den Worten alsbald Taten folgen.

 

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