Gefälschte Kontodaten beim Deutschlandticket: Verkehrsverbund HNV um 81.000 Euro betrogen
Der Heilbronner Verkehrsverbund HNV ist Opfer von Betrügern geworden. Diese erschleichen sich das Deutschlandticket mit gefälschten Kontenangaben. Wie der Verkehrsverbund gegensteuert und wie es anderen Anbietern im Land ergeht.

Der Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr (HNV) ist im Zusammenhang mit gefälschten Kontendaten beim Erwerb des Deutschlandtickets um 81.000 Euro betrogen worden. Das hat der Verkehrsverbund auf Anfrage mitgeteilt. Damit zählt der Nahverkehrsanbieter zu den geschädigten Unternehmen in Baden-Württemberg.
Als Präventionsmaßnahme nimmt der HNV eine Einzelfallprüfung der Angaben auf den Bestellscheinen vor. Trotzdem komme es immer wieder vor, dass Sepa-Lastschriftverfahren nicht eingelöst werden können und somit "platzen", erläutert der HNV-Geschäftsführer Martin Mäule. Dies betreffe beim Deutschlandticket etwa drei Prozent der Verkäufe. Den Schaden beziffert Mäule mit drei Prozent des Umsatzes. Der betrug im März 2,7 Millionen Euro.
Betrug beim Deutschlandticket – Hier bekommt man es beim HNV
Das Ticket kann beim HNV online bestellt werden. Alternativ kann ein Bestellschein ausgefüllt und eingeschickt werden. Auch die persönliche Abgabe in den Kundencentern in der Harmonie und am Sitz des Unternehmens in der Olgastraße ist möglich. Der Bestellschein ist auch online erhältlich. Ein Kauf am Automaten ist nicht möglich, da es sich laut Mäule um ein Abo handelt.
In Medienberichten war bekannt geworden, dass in Baden-Württemberg zahlreiche Verkehrsunternehmen von der Masche mit dem Deutschlandticket betroffen sind. So ist die Betrugsquote beim Rhein-Main-Verkehrsverbund auf zwölf Prozent der Verkäufe emporgeschnellt. Der Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (naldo) beziffert seinen Schaden auf 48.000 Euro. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nennt einen nicht näher konkretisierten mittleren sechsstelligen Eurobetrag als Schaden.
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