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Neckarsulm

Sonderausstellung von Audi und NSU: Strickmaschinen, Motorsägen und ein Daimler-Auftrag

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Im Jubiläumsjahr kooperieren das Deutsches Zweirad- und NSU-Museum und das Audi-Forum bei einer besonderer Sonderausstellung. Besucher können in die Geschichte der Mobilität eintauchen.

Ausstellung im Zweiradmuseum (links): Natalie Scheerle-Walz, Steffen Hertwig (Mitte) und Sven Heimberger.
Ausstellung im Zweiradmuseum (links): Natalie Scheerle-Walz, Steffen Hertwig (Mitte) und Sven Heimberger.  Foto: Berger, Mario

Zeit brauchen Besucher, um die Doppelausstellung zu genießen. Das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum, mittlerweile auch Deutsches Motorradmuseum genannt, sowie das Audi-Forum kooperieren im Jahr des doppelten Jubiläums: Die Marke NSU feiert ihr 150-jähriges Bestehen unter dem Motto "Innovation, Wagemut, Transformation". Die Audi Sport GmbH besteht seit 40 Jahren, ihre Geschichte steht unter dem Thema "Fascination meets performance".

"An der Geschichte der Traditionsmarke NSU lässt sich in besonderer Weise die Geschichte der Mobilität ablesen: vom Fahrrad über das Motorrad bis hin zum Automobil", so Stefan Felber, Mitarbeiter bei Audi-Tradition und Kurator der Sonderausstellung. „Mit den beiden Teilen der Ausstellung im Audi-Forum Neckarsulm schlagen wir die Brücke von der legendären Marke NSU hin zur aktuellen Erfolgsgeschichte der Audi-Sport GmbH.“


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Die Erfolgsgeschichte von Audi in Neckarsulm

"NSU war immer im Wandel", sagt Werkleiter Fred Schulze. Diese stete Transformation belegen die ersten Ausstellungsstücke im Audi-Forum. Da stehen Strickmaschine, Hochrad und Motorrad nebeneinander, und damit verdeutlichen sie eindrücklich, wie schnell in den Anfangsjahren die Erfolgsgeschichte vom Werkzeug für Heimarbeiter zur Mobilität wechselte. Die Qualität aus Neckarsulm sprach sich Ende der 1880er-Jahre bis zu Gottlieb Daimler herum, der für seinen Motor einen Rahmen benötigte. Die Neckarsulmer Strickmaschinen-Fabrik AG bekam 1888 den Auftrag, 20 Gestelle zu liefern. "Das erste Automobil der Welt kommt ursprünglich aus Neckarsulm", sagt Stefan Felber.


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Klar: Ein solcher Daimler-Stahlradwagen gehört auch zur Doppelausstellung. Es sind diese besonderen Stücke, die die Ausstellungen so einzigartig machen. Wie etwa ein Porsche 924: Der sogenannte Hausfrauenporsche wurde ab 1976 in Neckarsulm gefertigt, für das Werk bedeutete der Auftrag die Rettung. Audi Sport erinnert an seine Anfänge mit Skiern und Leder-Accessoires, rückt aber den Audi S6 plus Avant ins Licht, das erste von der damaligen Quattro GmbH entwickelte und produzierte Fahrzeug.

Im Audi-Forum (von links): Rainer Schirmer, Rolf Michl, Sebastian Grams und Fred Schulze.
Im Audi-Forum (von links): Rainer Schirmer, Rolf Michl, Sebastian Grams und Fred Schulze.  Foto: Berger, Mario

So wandelt sich die Technik im Lauf der Zeit

Der Rennfahrer Tom Bullus, der Kaufmann Fritz Gehr, der als "spinnender Ersatzchristus" bezeichnete Gustav Adolf Baumm: Das Motorradmuseum rückt wichtige Personen ins Zentrum und zeigt die besondere Loyalität der Mitarbeiter zu ihrer NSU, so Museumsleiterin Natalie Scheerle-Walz. Technik ist zu sehen, etwa der Wandel in der Aerodynamik, und Besonderheiten: Eine Kettensäge oder ein Bootsantritt stammen schließlich auch aus dem Hause NSU. Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig freut sich über die Zusammenarbeit. "Das Entscheidende ist, dass wir etwas zusammen machen."

Öffnungszeiten auf einen Blick

Das Zweirad- und NSU-Museum dienstags bis sonntags und feiertags von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 7,50 Euro, Kinder 4 Euro; Audi-Forum montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr sowie an den Samstagen 17. und 24. Juni sowie 1. Juli von 8 bis 13 Uhr, Eintritt frei.

 


 
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