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Stadionverbote nach Randale beim Eishockey-Derby in Heilbronn

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Nach den Ausschreitungen beim Eishockey-Derby zwischen den Falken und den Steelers verhängt die DEL 2 Stadionverbote. Bietigheim distanziert sich von den Chaoten, die in einer Heilbronner Sportsbar ein Fenster eingeworfen hatten.

Es hat nur wenige Minuten gedauert. Beim Derby der zweiten Eishockeyliga zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers haben Chaoten in einer Sportsbar nahe des Eisstadions ein Fenster eingeworfen. Verletzt wurde niemand. Falken-Fans, die sich zu dem Zeitpunkt in der Sportsbar aufhielten, haben sich nach Augenzeugenberichten nicht provozieren lassen.

 


 

Die zumeist schwarz gekleideten Chaoten sind weitergezogen. Nun hat die DEL 2 reagiert und gegen 47 Randalierer ein bundesweites Stadionverbot ausgesprochen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Demnach gilt das Verbot bis zum Ende der übernächsten Saison 2021/2022 und für alle Stadien der DEL 2.

 

„Diesen Leuten muss klar sein, dass sie nicht in den Stadien sein dürfen und rechtliche Konsequenzen folgen.“

René Rudorisch

 

"Diesen Leuten muss klar sein, dass sie nicht in den Stadien sein dürfen und rechtliche Konsequenzen folgen", sagt René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL 2. Bei Vergehen dieser Art dürfe es keine Toleranz geben, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Falken-Manager Attila Eren begrüßt die Entscheidung. "Sollten sie dennoch das Stadion betreten, ist das Hausfriedensbruch und damit eine Straftat. Er wird von uns sofort des Stadions verwiesen."

Krawalle um das Stadion

Um wen es sich bei den Randalieren handelt, sei bei den Falken bekannt, erklärt Eren. "Unser Sicherheitspersonal ist seit Jahren erfahren. Die betreffenden Personen sind uns namentlich und durch Fotos bekannt." Eren könne aber dennoch nicht 100-prozentig sicherstellen, dass einer der 47 sich nicht doch Zutritt in die Kolbenschmidt-Arena verschaffe. Er betont, dass sich die Krawalle nicht im, sondern um die Eishalle abgespielt hätten. "Im Stadion passiert so etwas selten."

Nach Angaben von Vesna Pitters, Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn, seien keine weiteren Verstöße der Randalierer bekannt geworden. Nach dem Vorfall in der Unteren Neckarstraße, habe die Polizei die Störer ausfindig gemacht und zum Hauptbahnhof Heilbronn eskortiert. Dort seien sie im Zug zurück nach Bietigheim gefahren.

Distanz zu den Randalierern

Volker Schoch, Geschäftsführer der Bietigheim Steelers distanziert sich von derartigen Aktionen. "Wer sich so verhält, muss am Ende die Konsequenzen seines Verhaltens tragen."

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