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So laufen die Bauarbeiten am Neckartalradweg

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Ein Projekt, das Lauffen seit Jahrzehnten beschäftigt, läuft endlich an: Im Zementwerk räumen Bagger die Trasse für den neuen Radweg frei. Ende August soll das Projekt abgeschlossen sein.

Von Alexander Hettich
 Foto: Hettich, Alexander

Ein Teilstück des neues Radwegs in Lauffen wird auf 3,5 Kilometern bis Talheim ausgebaut. Ende August soll das Drei-Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen sein. Dann entfällt für Radler der Anstieg über Nordheim.

Hang ist bereits befestigt

Es ist nicht viel Platz auf dem Gelände des Zementwerks Märker zwischen Neckar und Hang. Die Planer haben der Topographie ein paar Meter abgerungen. Die bisherige Hanglinie weicht zurück. Bereits im Frühjahr hat eine österreichische Firma die Wände mit Spritzbeton gesichert, ein Stück weiter verhindern Netze am Naturfels, dass Steine abrutschen.

"Hier im Werk sind die Arbeiten am anspruchsvollsten", erklärt Fabrice Lindemann vom Büro BIT Ingenieure aus Öhringen. Nur etwa 400 Meter der 3,5 Kilometer langen Ausbaustrecke verlaufen auf dem Werksgelände. Die haben es in sich.

Weg und Industrieanlagen werden durch Zaun getrennt

 Foto: Hettich, Alexander

Ein Bagger beseitigt massive Betonfundamente dort, wo ab dem Spätsommer die Radler unterwegs sein sollen. Sie werden auf einer Seite vom Berg, auf der anderen von einem Zaun eingerahmt sein.

"Das ist schon aus Sicherheitsgründen nötig", begründet Planer Lindemann die klare Abgrenzung zum Werk. Das Unternehmen hatte es lange geduldet, dass Fahrradfahrer auf dem Weg zum bestehenden Schotterpfad am Neckar durchs Werksgelände kurven - vorbei an schweren Lastwagen. Dann gab es einen Unfall, seit einigen Jahren ist das Werk tabu für Pedaleure.

Thema beschäftigt Stadt seit Jahrzehnten

Jetzt ist eine Lösung gefunden. "Das beschäftigt mich schon seit 20 Jahren", schätzt Gerhard Gumbrecht vom Tiefbauamt der Stadt Lauffen, die als Bauherrin fungiert. Die Kosten übernimmt zu 70 Prozent das Land, auch wenn, wie Gumbrecht feststellt, "der Förderbescheid noch aussteht". Der Verkehrsminister war jedenfalls schon da, zur Grundsteinlegung im Februar. Vor Jahren hatte man die Lösung favorisiert, den Weg auf der gegenüberliegenden Neckarinsel entlang zu führen und mit zwei Brücken anzubinden.

Im Zementwerk wird es sogar einen Rastplatz geben

Zu aufwendig, zu teuer: Diese Variante war schnell passé. Nun fahren die Radler wie früher durchs Werk, aber von dessen Gelände klar getrennt. Sogar einen Rastplatz wird es geben. Von dort haben die Passanten freien Blick auf das Treiben in der Zementfabrik. Nach dem östlichen Werkstor geht es erst rechts der Straße weiter. Ein Stück weiter oben biegt die Trasse nach links in den bisherigen Schotterweg, der bis nach Talheim ausgebaut und asphaltiert wird.

Zum Teil verläuft der Weg so dicht am Wasser, dass Geländer eingebaut werden. Bis die Bauarbeiten am bestehenden Weg starten, dauert es noch etwas. Der Artenschutz - brütende Vögel - verhindert den Start. Klares Ziel bleibt: Fertigstellung Ende August - schon deshalb, weil die Weinbauern zu ihren Parzellen kommen müssen. Der Pfad am Neckar ist aber jetzt schon für Radler gesperrt. Darauf weisen Schilder hin. Die Märker-Werkleitung betont: Bevor alles fertig ist, bleibt die Passage durchs Werk verboten - und angesichts des Verkehrs gefährlich.

 

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