Ruhige und zum Teil weiße Weihnachten in der Region
Während es in großen Teilen der Region Heilbronn an Heiligabend grau und trüb geblieben ist, hat es rund um Wüstenrot und dem Stocksberg pünktlich zu Weihnachten geschneit. Menschen nutzten die Gelegenheit, um Schlitten zu fahren. Aus Polizeisicht ist das Weihnachtsfest ruhig verlaufen.
Wer den Weg auf die Anhöhen der Region auf sich genommen hat, traute vermutlich seinen Augen nicht. Rund um Wüstenrot und am Stocksberg liegt Schnee. Viele Menschen nutzten die Idylle des verschneiten Winterwunderlands, packten Schlitten ein oder kamen für einen Spaziergang nach Wüstenrot oder Spiegelberg (Rems-Murr-Kreis).
Gabriele Müller (66) kommt aus Wüstenrot, lebt aber in Bad Wimpfen. "Ich habe von Bad Wimpfen aus gesehen, dass bei Löwenstein ein wenig Schnee liegt. Als alte Wüstenroterin wusste ich, es könnte hier Schnee liegen." Also macht sie sich mit ihrem Mann Claus (71) auf und fährt nach Spiegelberg, einem Nachbarort von Wüstenrot. Den Gedanken hatten auch Stephan Ziegerer mit der Familie. "Die Landschaft hier mit dem verschneiten Wald ist schön", sagt der 38-Jährige, der aus Bretzfeld-Schwabbach kommt.
Auf dem Stocksberg herrschte Hochbetrieb. Die Parkplätze waren voll. Auf dem Hang erfreuten sich Hunderte Menschen an der größtenteils geschlossenen Schneedecke und schossen mit ihren Schlitten den Berg hinab. Ein 22-jähriger Weinsberger, der mit seinem siebenjährigen Bruder gerade vom Schlitten absteigt, sagt: "Schön, dass wir dieses Jahr noch Schlitten fahren können." Einer Frau aus Heilbronn, die von ihrer 14-jährigen Tochter erfahren hat, dass auf dem Stocksberg Schnee liegt, sind die vielen Menschen nicht ganz geheuer. "Das ist echt wahnsinnig."
Polizei: Ruhige Feiertage
Die Polizei hat sich die Situation vor Ort angeschaut, teilt Sprecher Axel Kunzmann mit. "Es gab keinen Grund einzuschreiten." Überhaupt sei es über die Feiertage sehr ruhig zugegangen. 55 Unfälle hat es nach Angaben von Polizeisprecher Jan Auer im Bereich des Präsidiums Heilbronn über Weihnachten gegeben. "Weihnachten 2019 waren es 80 Unfälle." Auer führt das darauf zurück, dass wegen der Corona-Vorgaben weniger Menschen unterwegs waren.
Am Samstag kam es zwischen Waldenburg und Neuenstein zu einem Unfall, bei dem ein 45-Jähriger aus seinem VW Golf geschleudert und unter seinem Auto eingeklemmt wurde. Die Unfallursache ist unklar. Ein Arzt, der zufällig an der Unfallstelle vorbeifuhr, versorgte den Mann. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.


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