Polizei ermittelt nach Giftlaster-Unfall
Nach dem Brand auf der B 293 bei Eppingen nehmen Ermittler die Ladung unter die Lupe. Möglicherweise liegen Transport-Verstöße vor. Das Landratsamt nimmt Bodenproben.

Der am vergangenen Samstag abgebrannte Anhänger eines Gefahrgut-Lkw hat möglicherweise doch rechtliche Folgen. Die Beamten sind Verstößen gegen die vorgeschriebenen Transportbedingungen auf der Spur. Laut Gerald Olma, Sprecher des Heilbronner Polizeipräsidiums, seien Fragen zu klären: "Durften die Stoffe zusammen transportiert werden? Waren dafür die richtigen Behältnisse verwendet worden? War die Ladung richtig gesichert?"
Die Feuerwehr Eppingen hatte auch am Montag noch rund um die Unfallstelle zu tun. In den Löschwasser-Barrieren, die die Feuerwehr am Samstagmorgen eingerichtet hatte um Löschmittel zurückzuhalten, sammelte sich Wasser. "Da nicht klar war, ob es belastet ist, haben wir es abgepumpt", sagt Kommandant Thomas Blösch.
Stoffe in Kunststoffbehältern und - kanistern gelagert
Die Ermittlungen, was auf dem Anhänger geladen war, gestalten sich schwierig. "Unter den 16 Tonnen Fracht haben sich allem Anschein nach 18 verschiedene Stoffe befunden, von denen 1,5 Tonnen umweltgefährdend waren", sagt Olma. Harze, Säuren und ätzende Stoffe seien in Kunststoffbehältern und Kanistern gelagert gewesen.
Entwarnung gibt Olma hinsichtlich der angrenzenden Gewässer. "Für die Elsenz bestand keine Gefahr." Die Unfallursache scheint inzwischen geklärt. Durch einen technischen Defekt sei die Bremse des Anhängers heiß gelaufen und habe einen Reifen in Brand gesetzt. Von dort sprang das Feuer über.
Ist das Erdreich verschmutzt?
Die Untersuchung des möglicherweise beeinträchtigten Erdreichs nimmt das Landratsamt Heilbronn als Umweltbehörde vor, teilt Pressesprecher Manfred Körner auf Nachfrage mit.
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