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Beilstein

Patrick Holl bleibt Bürgermeister von Beilstein

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Patrick Holl geht mit einem Ergebnis von 93,6 Prozent in seine zweite Amtszeit. Den bevorstehenden Aufgaben blickt er zuversichtlich entgegen.

Eine Wahlbeteiligung von über 40 Prozent. Damit hatte bei der Bürgermeisterwahl in Beilstein kaum einer gerechnet. Dass Patrick Holl am Ende als Sieger hervorgeht, war dagegen eher zu erwarten. Holl wurde mit 93,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt und geht mit diesem guten Ergebnis in seine zweite Amtszeit. "Ich bin sehr zufrieden. Danke für die tolle Wahlbeteiligung", sagt Holl.

Zufrieden ist an diesem Wahlabend aber auch der Gegenkandidat. Ulrich Raisch hat nach eigenen Angaben mit zwei bis drei Prozent der Stimmen gerechnet. Letztlich haben 96 Bürger für ihn votiert. "Das ist exorbitant", kommentiert der Musikpädagoge aus Stuttgart.


Eine Stimme für jeden

Am Nachmittag hat Verwaltungsmitarbeiterin Irina Baumbusch im Wahllokal im Rathaus hingegen noch Sorgen wegen der Wahlbeteiligung. "Es ist im Vergleich zur Kommunalwahl wirklich wenig los." Das sei auch in den anderen Wahllokalen so. Nach und nach kommen aber doch immer wieder Frauen und Männer durch die Tür, um ihr Kreuz in den beiden Wahlkabinen zu machen. Das geht bei den meisten zack zack. Schließlich hat jeder nur eine Stimme. Wenige (1,5 Prozent) schreiben einen dritten Kandidaten auf den Stimmzettel.

Zu denen, die sich ins Wahllokal aufgemacht haben, gehört Heinz Wiedenmann. "Für mich ist wählen Bürgerpflicht", sagt er. Außerdem wolle er mitbestimmen, wer in seiner Stadt Bürgermeister ist. Dass man sein Wahlrecht nicht nutzt, versteht er nicht.

Wählen ist Bürgerpflicht

So geht es auch einer 53-Jährigen: "Ich wohne seit einigen Jahren hier, und ich interessiere mich für die Entwicklungen der Stadt." Da gehöre es für sie dazu, wählen zu gehen. "Wenn man nicht wählen geht, kann man auch nicht schimpfen", findet eine andere Frau. Auch für Klaus Brudermiller gehört es sich, an der Bürgermeisterwahl teilzunehmen. "Aber ich sehe schon, dass wenig los ist", sagt der Beilsteiner, nachdem er seinen Stimmzettel in die Urne gesteckt hat. Manche denken vielleicht, es bleibt ohnehin alles, wie es ist und wählen deshalb nicht, vermutet ein anderer.

50 Prozent Wahlbeteiligung wäre ein sehr gutes Ergebnis, sagt Baumbusch - wohlwissend, dass das vermutlich ein frommer Wunsch bleiben wird. Bürgermeister Patrick Holl sagt vor der Ergebnisverkündung, dass er "mit allem über 30 Prozent" zufrieden ist. Als er gegen 18.15 Uhr ins Rathaus kommt, ist er etwas angespannt, wie er sagt. Es sei aber eine "gesunde Anspannung".

Auch wenn die Situation eine andere ist als vor acht Jahren, aufregend sei es allemal. Den Tag hat Holl mit seiner Familie verbracht. Seine Frau und er haben mit den Kindern ein Lebkuchenhaus gebastelt, erzählt der 37-Jährige. Auch seine Eltern seien zu Besuch. Ab und zu habe er aber schon auf die Uhr gesehen und gerechnet, wie lange es noch bis 18 Uhr ist, verrät der Bürgermeister.

Viele Aufgaben stehen an

Während er sich in sein Büro zurückzieht, wird in den Wahllokalen fleißig sortiert, gezählt und geprüft. Etwa um 19.30 Uhr steht dann das vorläufige Ergebnis fest: Patrick Holl bleibt für die nächsten acht Jahre Bürgermeister von Beilstein. "Ich freue mich, die Aufgaben, die ich angefangen habe, jetzt fortzuführen", sagt Holl. Es sei ihm bewusst, dass noch vieles anstehe in Beilstein. Man denke nur an die millionenschwere Sanierung des Schulzentrums. Er blicke diesen Aufgaben aber sehr zuversichtlich entgegen und setze auf die gute Zusammenarbeit mit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgern. Patrick Holl dankte vor allem auch seiner Familie - seiner Frau Désirée und seinen beiden Töchtern.

Nachdem das Ergebnis vom Gemeindewahlausschuss festgestellt ist, darf angestoßen werden. Im Foyer des Rathauses steigt eine kleine Wahlparty, zu der zahlreiche Gratulanten - unter ihnen auch Amtskollegen aus der Umgebung - gekommen sind. Für Stimmung sorgt die Stadtkapelle Beilstein.

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