Neues Logistikzentrum auf 13,4 Hektar Fläche in Möckmühl

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Den größten Grundstücksverkauf in Möckmühl der vergangenen 20 Jahre hat Bürgermeister Ulrich Stammer jetzt unter Dach und Fach gebracht. Baubeginn im Industriegebiet Habichtshöfe ist im Frühjahr 2020. Mieter stehen derzeit noch nicht fest.

Auf einem Grundstück westlich des Verkehrskreisels im Industriegebiet Habichtshöfe und in direkter Nähe zum Kaufland-Lager entsteht an der A81 in Möckmühl ein neues Logistikzentrum.
Visualisierung: ECE
Auf einem Grundstück westlich des Verkehrskreisels im Industriegebiet Habichtshöfe und in direkter Nähe zum Kaufland-Lager entsteht an der A81 in Möckmühl ein neues Logistikzentrum. Visualisierung: ECE  Foto: ECEcom

Die Firma ECE hat eine 13,4 Hektar große Fläche im Industriegebiet Habichtshöfe an der A 81 gekauft. ECE plant dort ein Logistikzentrum. Außerdem entstehen laut Stammer bis zu 500 Arbeitsplätze. Über den Verkauf freut sich der Rathauschef sehr: "Ich habe lange dran geschafft." Die Verhandlungen und Vorbereitungen liefen seit etwa fünf Jahren. Im Frühjahr 2020 soll es nun mit dem Bau losgehen. Der Satzungsbeschluss für einen Bebauungsplan ist bereits gefasst. "Er wird an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst", so Stammer.

Ideale Lage an der Autobahn

Bei der Standortsuche für das neue Logistikzentrum fiel die Wahl vor allem wegen der guten Lage und der hervorragenden Anbindung an das Autobahnnetz auf Möckmühl. Zudem existieren im Industriegebiet bereits gute infrastrukturelle Bedingungen, die durch eine Busverbindung direkt an das Grundstück noch weiter verbessert werden sollen, teilt ECE auf Nachfrage mit. Im Industriegebiet Habichtshöfe seien die Voraussetzungen für "die Schaffung von dringend benötigten Logistikflächen" ideal. Diese seien für ein breites Spektrum von Logistik- und Produktionsunternehmen nutzbar. Wer genau in die neuen Hallen einzieht, steht laut Pressesprecher Lukas Nemela noch nicht fest. "Es wird aber sicher Mieter und Interessenten geben, sonst würde so ein Unternehmen nicht investieren", sagt Bürgermeister Stammer dazu. Allein das Grundstück hat einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Wie viel ECE darüber hinaus investiert, gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Zur Verfügung steht in dem künftigen "Logistik Center Stuttgart-Heilbronn" eine Nutzfläche von rund 57 500 Quadratmetern. Es besteht aus zwei Gebäuden, die in Einheiten ab 10 000 Quadratmeter teilbar sind. Das Logistikzentrum kann sowohl komplett von einem Einzelmieter als auch durch mehrere Nutzer belegt werden.

Nutzung rund um die Uhr

An dem Standort ist eine uneingeschränkte Nutzung rund um die Uhr möglich. "Das ist für viele heute ein wichtiger Aspekt", erläutert Nemela. Teil der Immobilie sind separate Büro- und Sozialflächen. Die Gebäude sollen den Mietern frühestens ab Oktober 2021 zur Verfügung stehen. Um die Vermarktung der Mietflächen kümmert sich die E & G Real Estate.

Seit das Kaufland-Logistikzentrum, das sich in unmittelbarer Nähe zu dem neuen Objekt befindet, entstanden ist, hat Stammer kein vergleichbares Grundstück mehr verkauft. Durch das Geld könne der Gemeinderat in den kommenden Jahren ohne finanziellen Druck arbeiten, sagt er. Die äußere Erschließung auf dem Areal sei bereits seit Jahren auf dem Stand, der für die Neuansiedlung notwendig ist. Auf die Stadt kommen laut Stammer also keine weiteren Kosten zu.

Stadt hat viele Projekte vor sich

An Aufgaben, die einiges kosten werden, mangelt es in Möckmühl nicht. Da wären zum Beispiel die Erschließung des Baugebiets Brandhölzle III mit dem Bau einer Kita, die Bebauung im Haag, die Sanierung des Schulzentrums und des Kindergartens Ruchsener Straße sowie die Breitbandversorgung. Mit dem Grundstücksverkauf an ECE ist die Finanzierung dieser Projekte gesichert, sagt Stammer. Die Entwicklung der Industriegebiete sei aber noch nicht abgeschlossen. Es stünden weitere 13 Hektar Fläche zur Verfügung.

Das Unternehmen

In Heilbronn ist das Unternehmen ECE vor allem als Bauherrin der Stadtgalerie bekannt. Damit hat das neue Logistikzentrum in Möckmühl aber nichts zu tun. ECE realisiert neben Einkaufs- und Logistikzentren auch Konzernzentralen, Bürohäuser, Industriebauten, Hotels und Stadtquartiere.

Die Firma mit Sitz in Hamburg hat zum Beispiel auch ein Logistikzentrum für Hermes, eine Tochter der Otto-Gruppe, in Bad Rappenau gebaut.

ECE wurde 1965 von Versandhauspionier Werner Otto gegründet und befindet sich bis heute im Besitz der Familie Otto. Seit 2000 wird das Familienunternehmen von Alexander Otto, dem Sohn des Firmengründers, geführt.

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