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Neue IHK-Präsidentin: Alle Stimmen für Kirsten Hirschmann

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Erstmals wird die IHK Heilbronn-Franken von einer Präsidentin geführt. Dabei kann die 53-jährige Unternehmerin Kirsten Hirschmann schon auf einschlägige Erfahrungen verweisen.

Ihr erstes Pressegespräch nach der Wahl zur IHK-Präsidentin musste Kirsten Hirschmann per Videokonferenz bestreiten. Foto: Heiko Fritze
Ihr erstes Pressegespräch nach der Wahl zur IHK-Präsidentin musste Kirsten Hirschmann per Videokonferenz bestreiten. Foto: Heiko Fritze  Foto: Fritze, Heiko

Das Abstimmungsergebnis ließ an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: Keine Gegenkandidatur, alle 39 Stimmen für den Vorschlag des Präsidiums.

Kirsten Hirschmann ist nun Präsidentin der IHK Heilbronn-Franken - erstmals wird die Kammer somit auch im Ehrenamt von einer Frau geleitet. Ihr zur Seite steht als Hauptgeschäftsführerin ebenfalls eine Frau - Elke Döring leitet seit 2010 hauptamtlich die Organisation mit mehr als 120 Beschäftigten.

2007 war sie Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren

"Ich bin immer noch total überwältigt", sagte Kirsten Hirschmann nach der Wahl, die wegen der Corona-Pandemie virtuell stattfinden musste. Die 53-Jährige ist geschäftsführende Gesellschafterin der Firma Hirschmann Laborgeräte in Eberstadt mit etwa 100 Mitarbeitern.

Das Amt nehme sie mit Respekt und Dankbarkeit an - aber sie könne ja auch schon auf gewisse Erfahrungen verweisen. Bei den Wirtschaftsjunioren war sie im Alter von 30 bis 40 Jahren sehr aktiv, unter anderem 2007 als Bundesvorsitzende. In der IHK-Vollversammlung war sie zuletzt dienstältestes Präsidiumsmitglied, weshalb sie nach dem Rücktritt von Harald Unkelbach als kommissarische Präsidentin fungierte. Im DIHKT gehört sie dem Außenwirtschafts- und dem Gesundheitsausschuss an.

Zentrale Themen ihrer Amtszeit

Ihre Amtszeit dauert zunächst nur ein Jahr - bis zur Wahl der nächsten IHK-Vollversammlung. Neben der Vorbereitung der Wahl, die Ende 2022 ansteht, will sich Kirsten Hirschmann vor allem um zwei Punkte kümmern: Da ist zum einen die Umsetzung des neuen Regionalkonzepts, das von der Vollversammlung genau vor einem Jahr beschlossen wurde. In dessen Zuge wurden die Geschäftsstellen Wertheim und Schwäbisch Hall aufgegeben; stattdessen sind Hirschmann und Döring schon seit acht Wochen in der Region unterwegs und in Gesprächen mit Wirtschaftsförderern und Bürgermeistern der größeren Städte. Im neuen Jahr soll eine Regionaltour starten. Als erster Termin sind drei Tage im Mai vorgesehen.

"Wahrscheinlich werden wir dann mit einem Bus unterwegs sein", sagte die neue Präsidentin. Die Unternehmen in den ländlichen Region würden jedenfalls nicht abgehängt, versicherte sie. Auch Weiterbildung vor Ort werde angestrebt - "das hängt natürlich von der Teilnehmerzahl ab".

Zukunftsfeld Innovation als Schwerpunkt

Daneben soll der inhaltliche Fokus auf das Zukunftsfeld Innovation gerichtet werden, kündigte Kirsten Hirschmann an. "Künstliche Intelligenz wird auch für einen kleinen Mittelständler zum beherrschenden Thema", stelle sie aus eigener Erfahrung fest. Die 60.000 Mitgliedsunternehmen in Heilbronn-Franken erwarteten von der neuen Spitze, dass sie daran arbeite. "Wir können der Impulsgeber sein."

Zum neuen Vizepräsidenten wählte die Versammlung Jürgen Gießler, Vorstand der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

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