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Heilbronn

Meinung: Bei den Angeboten für junge Menschen bleibt der Stadt Heilbronn noch Luft nach oben

  
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Gerade für die jüngere Generation, zum Beispiel Studierende, könnte Heilbronn noch attraktiver sein. Ein Problem ist die Atmosphäre in der Stadt. Ein neues Konzept für die Fußgängerzone könnte etwas bewirken, findet unsere Autorin.

von Annika Heffter

Es bleibt unbestritten, dass Heilbronn in den letzten Jahren attraktiver für junge Menschen geworden ist. Der Bildungscampus wächst, die Neckarmeile ist gerade bei Studierenden sehr beliebt, und endlich bekommt Heilbronn als letzte baden-württembergische Großstadt auch ein soziokulturelles Zentrum. Aber die Studien im neuen Buch zum Thema "Schwarmstadt Heilbronn" zeigen auch: Das reicht noch nicht. Zumindest nicht, um Schwärme junger Menschen anzulocken und zum Leben in der Stadt zu verleiten.

Das liegt unter anderem an der Atmosphäre in der Stadt. Die Fußgängerzone etwa wirkt selten wirklich lebendig. Ihr Konzept stammt aus einer anderen Zeit und dreht sich im Kern ums Shoppen. Mittlerweile sind die Ansprüche aber gewachsen: Restaurants, Bars, Cafés, Plätze zum Treffen, sich Austauschen, etwas Erleben, all das erwarten junge Menschen von einer attraktiven Innenstadt. Häufige und günstige ÖPNV-Verbindungen, eine fahrradfreundliche Infrastruktur und viele schöne Grünflächen spielen ebenfalls eine große Rolle.

Und nicht zuletzt: Zwar erfahren die Bildungsinstitutionen in Heilbronn in den letzten Jahren einen mächtigen Schub. Aber: Einer Universitätsstadt ohne geisteswissenschaftliche Studiengänge fehlt etwas. Denn diese können "Einfluss auf die Kreativität von Städten" haben, wie es in dem Sammelband des Vereins für Zukunftsvisionen heißt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Heilbronn den Sprung zur Schwarmstadt schafft. Im Moment reicht es dafür noch nicht.

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