Maskenhersteller Eumepro aus Leingarten ist insolvent
Ein Leingartener Unternehmen wollte mit Masken Made in Germany die Pandemie überwinden helfen. Nun steht seine Zukunft infrage.
Massiver Preisverfall, hohe Energiekosten und ostasiatische Konkurrenz haben den Maskenhersteller Eumepro in die Insolvenz getrieben. Das Amtsgericht Heilbronn hat Rechtsanwalt Dietmar Haffa zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Das Unternehmen mit Sitz in Leingarten hat 25 Beschäftigte. Der Betrieb laufe vollumfänglich weiter, teilte Haffa mit.
Kapazität im Millionen-Bereich
Eumepro wurde im Zuge der Corona-Pandemie 2020 gegründet, um medizinische Schutzausrüstung in Deutschland zu fertigen. Zu den Produkten gehören FFP2-Masken und medizinische OP-Masken. Die Produktion läuft vollautomatisch. Alle Produkte erfüllen EU-Normen und Vorgaben.
"Unsere Fertigung ist in Baden-Württemberg. Das Vormaterial wird in Berlin produziert. Alle unsere Produktionsanlagen stammen von deutschen Maschinenbauern", berichten Andreas Lindemann und Holger Rupp, die geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens. "Voll ausgelastet können unsere Anlagen mehrere 100 Millionen OP-Masken und knapp 50 Millionen FFP2-Masken pro Jahr herstellen."
Eumepro befindet sich am ehemaligen Sitz des Kunststoffverarbeiters und Werkzeugherstellers Görlich, der 2020 komplett nach Wilsdruff bei Dresden verlagert wurde. Lindemann, früher Manager bei Recaro, ist auch dort geschäftsführender Gesellschafter.
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