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Video: Live-Talk "Ohne Ausrede" mit HNVG-Geschäftsführer Frank Schupp

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Bei der aktuellen Folge von "Ohne Ausrede - Der Live-Talk von Stimme.tv" war Frank Schupp, Geschäftsführer der Heilbronner Versorgungs GmbH, zu Gast. Thema: Wann droht uns ein Stopp der Gaslieferungen? Das Video der Veranstaltung ist hier abrufbar.

Die Energiepreise kennen nur eine Richtung - nach oben. Schon vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine hatte sich Frank Schupp ein Jahr wie 2021 nicht vorstellen können. Im November musste der Geschäftsführer der Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) zum zweiten Mal im Jahr die Gaspreise erhöhen. "Nach Kriegsbeginn ist die Lage noch einmal deutlich dramatischer geworden", macht Schupp bei "Ohne Ausrede" klar.

Extrem angespannte politische Lage

"Wir liegen jetzt nicht mehr im Schatten des Rathauses, sondern haben in der Bar 10/42 des Parkhotels mehr Überblick", sagte Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer bei der Begrüßung der Zuschauer über den Dächern von Heilbronn, wo der Live-Talk von Stimme.tv erstmals aufgezeichnet wurde. Den Überblick hat auch Schupp trotzt der extrem angespannten politischen Lage noch nicht verloren. "In diesem Winter waren wir froh, wenn es keine kalten Tage gab, früher war das anders", gibt Schupp, unumwunden zu.

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110 Euro muss der Heilbronner Energieversorger heute für eine Megawattstunde Gas bezahlen. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie lag der Preis bei 20 Euro. Die Folgen sind inzwischen dramatisch. Und das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht.

"Das Öl-Embargo, das die EU vor zwei Tagen verhängt hat, hat noch einmal einen ordentlich Preisschub gebracht", betont Schupp. "Wie lange fließt russisches Gas noch nach Heilbronn?", will Heer wissen. "Im Moment liefert Russland sehr hohe Mengen über Nordstream 1 und über die ukrainische Pipeline. Mit der Menge, die am Tag kommt, könnten wir Heilbronn ein Jahr lang versorgen", plaudert Schupp aus dem Nähkästchen. Die HNVG nutzt die Lage derzeit, um die Speicher langsam wieder hochzufahren. Im Moment liege man bei 36 Prozent, im Dezember sollen es 90 Prozent sein.

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Abschlagszahlungen anpassen

Trotzdem steht die nächste Preiserhöhung bereits wieder vor der Tür. "Es gibt Überlegungen und es wird wohl so kommen, da brauchen wir uns nichts vorzumachen", macht Schupp klar. Deshalb rät er den Kunden auch, die Abschlagszahlungen anzupassen.

Für die Zukunft setzt Schupp auf einen schnellen Übergang zu Wasserstoff, synthetischen Gasen und Biogasen. Doch dafür müsse erst die Infrastruktur geschaffen werden "In unserer Branche wären wir schnell so weit, aber es wird sicher einen gleitenden Übergang geben", macht der HNVG-Chef klar. "Wird es im Winter kalt in der Wohnung?", fragt Heer zum Abschluss. "Das kommt drauf an, ob wir die Gasspeicher voll kriegen und das Gasterminal ans Netz geht", sagt Schupp. "Auf jeden Fall wird es einen Kampf um Energie geben", betont der HNVG-Chef.

 

 

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