Klima-Arena ins Sinsheim wird im Oktober eröffnet
Einen düsteren Blick in die Zukunft werfen, das können Besucher ab Mitte Oktober in der Klima-Arena ins Sinsheim. Sie ist so gut wie fertig und wird Mitte Oktober eröffnet.

Der Amazonas Regenwald ist komplett abgebrannt. Nur noch unter einer Glaskuppel stehen einige gerettete, unversehrte Bäume. Besuchen kann man die letzten Überreste der Grünen Lunge mit einem Hyperbus. Knapp 40 Euro kostet die Fahrt, inklusive Reiseleitung aus dem Lautsprecher. Was vor ein paar Jahren noch nach Utopie klang, könnte im Jahr 2100 bittere Wirklichkeit geworden sein. In der Klima-Arena in Sinsheim können die Besucher bereits jetzt einen Blick in eine Zukunft werfen, die, wenn die Menschheit weiter macht wie bisher, wohl Realität werden wird.
Kein erhobener Zeigefinger
Im Oktober wird das Gebäude unweit der Bäderwelt eröffnet. Es hält den Menschen einen Spiegel vor, ohne belehrend zu wirken. "Jeder Besucher soll für sich selbst entscheiden, was er mitnimmt und umsetzt", sagt Alfred Ehrhard, Vorstandsvorsitzender der Sinsheimer Klimastiftung für Bürger, die Träger der Klima-Arena ist.
Auf 1400 Quadratmetern können die Themenbereiche Umwelt, Klimawandel, erneuerbare Energien und Schutz der Ressourcen entdeckt werden. Der Außenbereich, der bis zur Eröffnung fertiggestellt sein wird, ist insgesamt 1,2 Hektar groß.
Lernen, wie klimaneutral funktioniert
Mindestens zwei Stunden sollte man alleine für den Innenbereich einplanen, erläutert Ehrhard. Optimal seien mehrere Stunden. In dieser Zeit können die Besucher dann nicht nur den Gletscher betreten, in dem die Fahrt an den Amazonas startet. An zahlreichen interaktiven Stationen erfährt man, wie Wetter entsteht, wie die Stadtplanung der Zukunft aussehen kann oder wie man sich auch ohne großen CO2-Ausstoß und klimaneutral von A nach B bewegen kann.
Eine klassische Ausstellung sei die Klima-Arena allerdings nicht, betont Alfred Ehrhard. "Jedes Teil leistet einen Beitrag zum Ganzen." Einen Beitrag zum Ganzen leistet das Gebäude bereits selbst. Auf dem Dach des Neubaus sowie auf dem Parkdeck sind Photovoltaikanlagen installiert. Außerdem werden die verschiedenen Aggregatzustände des Wassers genutzt, um die Klima-Arena zu wärmen oder zu kühlen. "Wir sind autark", sagt Vorstandsmitglied Christian Ledig.
Neben den verschiedenen Stationen sollen in Zukunft Workshops angeboten werden, die sich vor allem an Kinder, aber auch an Erwachsene richten. Im Februar findet im oberen Stockwerk eine Ausstellung des Nabu statt.
Tag der offenen Tür
Am 12. Oktober kann die Klima Arena bei freiem Eintritt besucht werden. Offizieller Start ist am 14. Oktober. Weitere Infos unter www.klima-arena.de.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare