Prozessauftakt gegen Black Jackets

  
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Heilbronn - Zu Beginn des Jahres hat die Heilbronner Kriminalpolizei die Rockergruppe Black Jackets mit Razzien zerschlagen. Seit heute stehen die Mitglieder mit den auffallend schwarzen Jacken vor Gericht.


 
Heilbronn - Zu Beginn des Jahres hat die Heilbronner Kriminalpolizei die Bande der Black Jackets mit Razzien zerschlagen. Jetzt stehen die Mitglieder mit den auffallend schwarzen Jacken vor Gericht. Den Anfang machte am Mittwochmorgen der Drogenbeschaffer der Bande, die ihr Geld auch mit Einbrüchen und Überfällen verdiente. Der 24-Jährige ist wegen bandenmäßigen Rauschgifthandel vor dem Landgericht angeklagt.
 
Zwei Kuriere, die den Stoff aus Holland lieferten, sitzen ebenfalls auf der Anklagebank. Die Polizei fand bei dem  Chef der Drogensparte bei den Black Jackets mehr als 17.000 Euro Kaufgeld und eine geladene illegale Pistole im Tresor.
 
Die Beweislast ist erdrückend. Es gibt Mitschnitte von Telefonabhörungen. Die Black Jackets gingen außerdem einem verdeckten Ermittler des Landeskriminalamts ins Netz. Prozessbeobachter rechnen darum mit einem Geständnis des Angeklagten, der die Rockergruppe mit Kokain und Marihuana versorgt haben soll.
 
Beim Prozessauftakt wurde nur die Anklageschrift verlesen. Mitte November soll ein Urteil fallen. Bei bandenmäßigem Rauschgifthandel, bei dem eine Waffe im Spiel war, drohen mindestens fünf Jahre Haft.
 
Weitere Prozesse gegen Mitglieder der Black Jackets folgen. In einem Verfahren sind sieben von ihnen angeklagt, darunter auch  das Führungstrio der Gruppe. Die Black Jackets sollen weltweit 5000 Mitglieder haben, sie fahren keine Motorräder, wie andere Rockergruppen. Die Mitglieder in Heilbronn hatten größtenteils Migrationshintergrund. mut
 
 



 

 

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