Haftstrafen im Black-Jackets-Prozess
Heilbronn - Zu Beginn des Jahres hat die Heilbronner Kriminalpolizei die Bande Black Jackets mit Razzien zerschlagen. Am Mittwoch verurteilte das Landgericht ein Mitglied wegen Drogenhandels zu sechs Jahren Haft.
Heilbronn - Das Landgericht hat am Mittwoch ein Mitglied der Heilbronner Black Jackets wegen Drogenhandels zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der 24-Jährige gilt als Rauschgiftbeschaffer der Bande mit ihren markanten schwarzen Jacken. Er hatte beim Zugriff der Polizei im März eine scharfe Waffe in seiner Wohnung, offenbar um die Drogengeschäfte abzusichern.
Auch zwei Kuriere, die den Stoff - Kokain, Marihuana und Amphetamine - aus Holland ins Unterland brachten, wurden verurteilt. Einer geht für drei Jahre und sechs Monate hinter Gitter, der andere zwei Jahre und sechs Monate.
Die Polizei hatte zu Beginn des Jahres die Black Jackets mit Razzien zerschlagen. Verdeckte Ermittler des Landeskriminalamts waren der Bande auf den Fersen. Seit 26. September stehen die Mitglieder mit den auffallend schwarzen Jacken vor Gericht.
Weitere Prozesse gegen Mitglieder werden folgen, auch gegen den Präsidenten der multinationalen Gang.
Die Jackets beschäftigten sich, so lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, mit Einbrüchen, Raubüberfällen – zum Beispiel auf Tankstellen – und eben Drogenhandel. Mit den Einkünften aus diesen „Tätigkeitsfeldern“ finanzierten sie ihren zum Teil aufwendigen Lebensstil. mut


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