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Berlin/Bad Wimpfen

Für "The-Voice"-Kandidat Julian Pförtner steht Maffays Studiotür immer offen

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Es hat nicht ganz gereicht für Julian Pförtner. Der Musiker aus Bad Wimpfen musste sich im Finale der Sat1-Talentshow „The Voice of Germany“ mit Platz zwei zufrieden geben. Aus der Sendung nimmt das Nachwuchstalent vor allem viele Kontakte und Freundschaften mit.

Zusammen mit seinem Coach Peter Maffay präsentierte Julian Pförtner im Finale eine mitreißende Version des Hits "Achy Breaky Heart" von Billy Ray Cyrus.
Zusammen mit seinem Coach Peter Maffay präsentierte Julian Pförtner im Finale eine mitreißende Version des Hits "Achy Breaky Heart" von Billy Ray Cyrus.  Foto: ProSieben/Sat.1/Claudius Pflug

Auch wenn die Nacht nach der Sendung lang war, ist Julian Pförtner schon wieder bester Dinge, als er am Samstagvormittag auf dem Heimweg von Berlin nach Bad Wimpfen ist. „Wir haben noch bis fünf Uhr morgens gefeiert“, erzählt der 23-Jährige. Er müsse zwar das Ganze erst noch etwas sacken lassen, „alles in allem bin ich aber super happy und zu einhundert Prozent mit dem Ergebnis und meinem Auftritt zufrieden“, zieht er eine erste Bilanz.

Von Enttäuschung über Platz zwei keine Spur. Dass es am Ende nicht für den Sieg gereicht hat, findet er nicht einmal sonderlich tragisch: „Ehrlich gesagt bin ich auch nie mit dem obersten Ziel reingegangen, die Show zu gewinnen“, räumt er ein, „denn das hat sowohl Vor- als auch Nachteile“. Schließlich bringe ein Sieg auch vertragliche Bindungen mit sich, an die man dann erst einmal eine gewisse Zeit gebunden sei.

Freundschaften geschlossen und Kontakte geknüpft

„Aber ich bin auch niemand, der von seinem Naturell her immer nur darauf aus ist, unbedingt gewinnen zu wollen“, sagt Pförtner. „Für mich geht es darum, das Beste aus einer Situation mitzunehmen - und das habe ich auch gemacht.“ Viel wichtiger als der Sieg sei ihm, immer etwas dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln „und natürlich auch, Spaß zu haben“, schiebt er lachend hinterher. Aus der Sendung nimmt er vor allem neue Freundschaften und Kontakte mit. „Mit Peter Maffay und seinem Team hat es von Anfang an auf allen Ebenen gut harmoniert. Peter hat mir auch angeboten, dass ich künftig jederzeit in sein Studio kann. Und Nico Santos und Calum Scott zu treffen und mit ihnen auftreten zu können, war natürlich auch ein Traum.“ 

Zusammen mit seinem Coach hatte Pförtner im Finale der Sendung den Song „Achy breaky heart“ von Billy Ray Cyrus und mit Santos dessen neue Single „One day (I’m gonna break your heart)“ performt. „Das sind alles super coole und bodenständige Typen. Calum Scott hat mir eine Nachricht und seine neue Platte in die Garderobe gebracht und folgt mir jetzt sogar auf Instagram“, erzählt Pförtner begeistert.


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Nach dem Urlaub geht's zurück ins Studio

Wieder zurück in Bad Wimpfen ist für den Lehramtsstudenten nach dem Stress der vergangenen Tage nun erst einmal Runterkommen angesagt. Und Urlaub. „Danach geht’s aber gleich wieder ins Studio, um einige Songs fertig zu machen“, kündigt Pförtner an. Eine EP sei bereits im Kasten, Ende des Monats sollen neue Titel erscheinen. Der Rückhalt, den er während seiner Teilnahme bei „The Voice of Germany“ aus seiner Heimatstadt erhalten hat, sei fantastisch - sowohl von den Fans als auch ganz besonders von seiner Familie. Die war am Freitag im Auto-Konvoi nach Berlin gefahren, um ihn bei der Show lautstark und mit eigens angefertigten Fan-Shirts ausgestattet zu unterstützen. Vor allem sein Opa und musikalischer Förderer Peter Hochmuth ist mächtig stolz auf den Erfolg seines Enkels. „Er fühlt sich natürlich bestätigt und ist immer noch sehr gerührt“, sagt Julian Pförtner.

Ob sich sein Leben in seiner Heimatregion, in der er zuletzt etwa bei der Eppinger Gartenschau und in Piets Cafe und Bar in Bad Rappenau aufgetreten ist, nun groß ändern wird? „Das glaube ich nicht. Klar bin ich jetzt vielleicht etwas bekannter, aber so etwas wie Starallüren sind absolut nicht mein Ding.“ Deshalb will er sich auch Zeit nehmen, um  alle Nachrichten, die ihn in letzter Zeit auf dem Handy erreicht haben, zu beantworten. Das dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen, denn deren Zahl beziffert er mit „vierstellig“.


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Im großen Finale der diesjährigen "The Voice of Germany"-Staffel kürten 41,6 Prozent der Zuschauer die 21-jährige Anny Ogrezeanu  vom Team Mark Forster zur Gewinnerin vor Julian Pförtner. Tammo Förster (Team Rea Garvey) landete mit 22,41 Prozent auf Platz drei vor dem aus Schrozberg bei Schwäbisch Hall stammenden Berliner Basti Schmidt (Team Stefanie Kloß) mit 5,97 Prozent. 

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