Ein offenes Ohr für alle Anliegen
Bürgermeister-Kandidat Arnd Oskar Beck will mit Bürgernähe und Ortskenntnis punkten

In den Ortsteilen von Hardthausen hatte Arnd Oskar Beck schon bekannt gegeben, dass er bei der Bürgermeisterwahl kandidieren wird. Als fünfter Bewerber gab er seine Unterlagen dann kurz vor Ende der Frist noch im Rathaus ab.
„Schon vor zwei Jahren hat man gehört, dass Harry Brunnet aufhören würde“, erzählt der Straßenwärter, der bei der Straßenmeisterei Neuenstadt arbeitet. „Jeder hat damals zu mir gesagt: Wenn du dich aufstellen lässt, dann wähle ich dich.“
Landleben gefällt ihm
Er sei ein Typ, der sich gerne mit Leuten unterhält, sagt der 50-Jährige über sich selbst. Vor zwölf Jahren ist er nach Lampoldshausen gezogen, wo er mit seiner Frau Katja und seinen beiden Kindern wohnt. „Das Landleben hier hat mir sofort gefallen, wie die Leute miteinander umgehen.“
Die Bewerbung am letzten Tag abzugeben, sei Taktik gewesen. „Ich musste die Kandidaten ja erst einmal prüfen“, sagt Beck schmunzelnd. Dass sich niemand aus dem Ort aufstellen lassen wollte, gab für ihn den Ausschlag. „Wer ihm Ort wohnt, der kennt das Geschehen besser und weiß, wie die Leute ticken.“ Zudem sei es reizvoll, den Wahlkampf anzutreten. Dass er keinerlei Rathauserfahrung hat, das ist für Arnd Beck kein Hindernis. „Ich kenne die Stufen dort rein“, sagt er. Schließlich habe er im Verwaltungssitz in Kochersteinsfeld standesamtlich geheiratet.
Die fehlende Erfahrung mache er mit seinen Stärken wett: Bürgernähe, Menschlichkeit und einem offenen Ohr für alle. „Die im Rathaus arbeiten sind alle kompetente Leute“, findet Beck. „Herr Brunnet hat in den letzten Jahren ein gutes Team zusammengestellt, mit dem ich gerne arbeiten würde.“ Da gebe es keine Probleme, ist Beck überzeigt.
Drei Jahre lang war der gebürtige Heilbronner Jugendtrainer beim TSV Hardthausen in Kochersteinsfeld. Inzwischen ist er im Vorstand des SV Lampoldshausen aktiv. „Da hilft jeder jedem“, sagt er über die Sportvereine. „Das ist wichtig.“ Als Kolonnenführer bei der Straßenmeisterei ist die Straßenunterhaltung seine Hauptaufgabe. „Ich bin immer im Freien unterwegs und immer mit den Menschen im Gespräch.“ Hinzu komme die Verantwortung für viele Azubis. Vor zehn Jahren wechselte Beck von Bonfeld nach Neuenstadt. Sein großes Hobby ist sein Garten hinter dem Haus. „Und meine Kinder“, fügt er hinzu. Inhaltlich sind dem Kandidaten die Themen Bildung und Betreuung ein großes Anliegen. „Es ist sehr wichtig für die Gemeinde, dass die Schulen und Kindergärten so erhalten bleiben.“
Schwerpunkt Familie
Als seine Tochter in Lampoldshausen eingeschult wurde, seien es nur zwei Kinder in der ersten Klasse gewesen. „Wir müssen den Kindern doch etwas bieten.“ Bedarf sieht Arnd Beck bei den Spielplätzen. Es gebe zwar viele, aber was fehlt seien ein Abenteurespielplatz oder ein Kletterparkur im Wald. Die Zusammenführung der Ortsteile würde der Lampoldshausener gerne in Angriff nehmen und erreichen, dass die Vereine mehr miteinander kooperieren. „Da mussman viel reden, das ist eine schwierige Aufgabe“, sagt Arnd Beck. „Aber ich probiere es.“
Denkbar wäre für ihn wieder ein gemeinsames Fest. Bei der Ortskernsanierung müsste auch mehr getan werden, findet der parteilose Kandidat. Gegen die Leerstände, aber auch die Eigentümer, die ihre Häuser verfallen lassen. „Aber ein Bürgermeister kann da nichts tun“, fügt Beck hinzu. Dennoch könne ein neuer Verwaltungschef das Problem wieder in Angriff nehmen. „Das wäre vielleicht eine Chance.“ Radwege und Straßen in der Gemeinde seien in einem guten Zustand. Aber beim Kocher-Jagst-Radweg und beim sicheren Schulweg müsse es noch Verbesserungen geben.
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