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Wahl am Sonntag

Eberhard Birk wird Bürgermeister von Löwenstein

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Gut 2700 wahlberechtigte Löwensteiner entschieden am Sonntag darüber, wer die Nachfolge von Bürgermeister Klaus Schifferer antreten soll. Für das Amt beworben hatten sich fünf Kandidaten.

Aus seiner beruflichen Laufbahn bringe er für das angestrebte Amt Selbstdisziplin und Führungskompetenz mit, sagt Wahlsieger Dr. Eberhard Birk (kleines Bild).
Aus seiner beruflichen Laufbahn bringe er für das angestrebte Amt Selbstdisziplin und Führungskompetenz mit, sagt Wahlsieger Dr. Eberhard Birk (kleines Bild).  Foto: HST/Montage: Stimme.de

Löwenstein hat entschieden und Dr. Eberhard Birk zum neuen Bürgermeister für die nächsten acht Jahre gewählt. 55,51 Prozent der Stimmen entfielen auf den 56-Jährigen, das entspricht 861 Stimmen. 23,98 Prozent der Löwensteiner wählten den zweitplatzierten Tobias Kniel, das sind 372 Stimmen.

Christof Hoyler kommt auf 11,86 Prozent (184 Stimmen), Thoren Lange auf 4,84 Prozent (75 Stimmen), Viktor Tevs wird Letzter mit 3,22 Prozent (50 Stimmen). Die Wahlbeteiligung liegt bei 57,4 Prozent. Mit der Mehrheit für Birk ist eine für den 28. Januar vorgesehene Stichwahl vom Tisch.

 


 

Eberhard Birk setzt auf eine Politik der kleinen Schritte  

Dr. Eberhard Birk tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters. Sein Vater Ernst stand von 1966 bis 1992 an der Stadtspitze. Wenn überhaupt, dann wolle er auch nur Bürgermeister in Löwenstein werden wollen, betonte Eberhard Birk bereits im Vorfeld. Anderswo ergebe dies für ihn keinen Sinn.

Wahlsieger Eberhard Birk (Zweiter von links) mit Ehefrau Ann-Katrin Birk (Zweite von rechts) und zwei seiner vier Kinder Finn (18) und Kristin (22).
Wahlsieger Eberhard Birk (Zweiter von links) mit Ehefrau Ann-Katrin Birk (Zweite von rechts) und zwei seiner vier Kinder Finn (18) und Kristin (22).  Foto: Ralf Seidel

Nach der Grundschulzeit in Löwenstein und dem Abitur am Weinsberger Justinus-Kerner-Gymnasium ließ sich Birk zunächst als Zeitsoldat zum Offizier ausbilden. Anschließend studierte er in Augsburg Politikwissenschaft und Geschichte, 1999 promovierte er zum Doktor der Philologie. Seit 23 Jahren arbeitet Eberhard Birk als Dozent für Militärgeschichte und Politische Bildung an der Offiziersschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck.

Seine alte Heimat hat der Vater von vier erwachsenen Kindern, der mit seiner Frau Ann-Katrin in Bobingen bei Augsburg lebt, in dieser Zeit nie aus den Augen verloren. Er ist dort regelmäßig zu Besuch. 

 

 

Eher Teamplayer als Einzelkämpfer

Er setze auf eine "Politik der kleinen Schritte" zur Erfüllung der kommunalen Pflichtaufgaben wie auch zur Stärkung des "Wir-Gefühls" in der Stadt, das seiner Ansicht nach ausbaufähig ist. Löwenstein fehle ein lebendiges Zentrum, ein "Treffpunkt am Eingang zum Städtle", an dem Bürger jeden Alters das ganze Jahr über zusammenkommen können. Auch das Vereinsleben spiele für dieses "Wir-Gefühl" eine wichtige Rolle: "Vereine halten die Gegenwart lebendig", sagt der 56-Jährige, der bis in seine Offizierszeit hinein noch beim TSV Löwenstein Fußball und Tischtennis gespielt hat.

Sowohl privat als auch bei der öffentlichen Hand sei angesichts der aktuellen Herausforderungen Haushaltsdisziplin gefragt, ist der parteilose Oberregierungsrat und Oberstleutnant der Reserve überzeugt. So gelte es etwa, Synergieeffekte ebenso zu prüfen wie die Möglichkeiten, Fördermittel zu gewinnen. Für die traditionelle Weinbaugemeinde Löwenstein will Birk zudem mögliche Zukunftsperspektiven entwickeln.

 

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