Stimme+
Heilbronn

Drogendealer soll Ware aus Albanien nach Heilbronn geschafft haben

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Ein 37-Jähriger Albaner steht wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Heilbronner Landgericht. Er soll der Bruder des Chefs einer Drogendealerbande sein und 30 Kilogramm Marihuana aus seiner Heimat importiert haben, um es in Heilbronn zu verkaufen.

Von Helmut Buchholz

Da ist den Ermittlern wohl ein dicker Fisch im Drogenhandel ins Netz gegangen: Ein 37-jähriger Albaner steht seit Montagmorgen vor dem Heilbronner Landgericht. Er soll 30 Kilo Marihuana aus Albanien nach Deutschland importiert haben, um den Stoff gewinnbringend in Heilbronn zu verkaufen.

Bei der zweiten Lieferung von rund 11,5 Kilo Marihuana im Dezember 2017 stellte die Polizei das Rauschgift in einem Depot in einer Heilbronner Wohnung sicher.

Der Bruder des Angeklagten wurde bereits verurteilt 

Der Angeklagte war Mitglied einer Bande, ist sich die Staatsanwaltschaft sicher. Der Bruder des 37-Jährigen soll Kopf dieser Bande gewesen sein. Ein weiteres Mitglied lebte in Heilbronn. In seiner Wohnung soll sich das Drogendepot befunden haben. Der Bruder des Angeklagten, der Wohnungsinhaber und ein weiteres Bandenmitglied hatte das Heilbronner Landgericht bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Der Chef des Händlerrings wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

Der jetzt angeklagte Albaner fungierte laut Staatsanwaltschaft als Bindeglied zwischen dem Boss und den Lieferanten des Marihuana in Albanien. Der 37-Jährige habe die Lieferungen koordiniert. Über ihn sei das Geld für die Ware geflossen. Der Preis für die 30 Kilo Marihuana soll 30.000 Euro betragen haben.

In Italien klickten die Handschellen

Dass der Angeklagte erst jetzt vor Gericht steht und sich nicht schon mit seinem Bruder vor dem Landgericht verantworten musste, liegt daran, dass er zunächst für die Fahnder nicht zu fassen war. Er lebte in Rimini in Italien. Erst durch einen europäischen Haftbefehl und die Hilfe der italienischen Polizei klickten die Handschellen.

Wie sich der Angeklagte zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft stellt, ist noch unklar. Seine Verteidigerin Sophie Bechdolf-Reif hat für den nächsten Verhandlungstermin eine Erklärung angekündigt.

 

 

 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben