Dieter-Schwarz-Stiftung fördert das Haus der Familie
Die Dieter-Schwarz-Stiftung erweitert ihr Portfolio und fördert auch das Haus der Familie, das sich seit mehr al 80 Jahren um Kinder und Eltern kümmert. Die Einrichtung ist jetzt in neue Räume gezogen und stellt sich digital auf.

In den Räumen der ehemaligen Buga-Geschäftsstelle in der Heilbronner Edisonstraße herrscht wieder Leben: Das Haus der Familie hat in dem Bürogebäude eingerichtet. Die Räume in der Fügerstraße bleiben eine Zweigstelle der Einrichtung, aber für die rund 10.000 Teilnehmer pro Semester war am alten Standort nicht mehr genug Platz. Jetzt gibt es auf rund 600 Quadratmetern zusätzlich helle, lichtdurchflutete Kursräume, Büros für die Verwaltung und einen Gemeinschaftsraum mit Küche am neuen Standort. Gleichzeitig wurde das Programmheft neu gestaltet, der Relaunch der Homepage ist geplant.
Möglich geworden sind die Veränderungen durch die Unterstützung der Dieter-Schwarz-Stiftung (DSS), die das Haus der Familie seit 2019 finanziell fördert. Bereits zuvor hatte sich die Stiftung projektbezogen engagiert. Die Kooperation sei ein logischer Schritt gewesen, erzählt Stiftungs-Geschäftsführerin Silke Lohmiller, die Verwaltungsratsvorsitzende im Haus der Familie ist. "Es passt zu unserem Portfolio", erklärt sie. Das Engagement auf dem Bildungscampus über Experimenta und AIM schließe nun auch die ganz frühe Bildung ein. Das ergänze die Arbeit der Stiftung perfekt, so Lohmiller. Ziel sei es, die Einrichtungen zu vernetzen, um Angebote für Kinder und deren Familien zu schaffen.
Eine große Bereicherung
Lebenslanges Lernen ist der Stiftung ein Anliegen, im Haus der Familie beginnt es bei den Allerjüngsten und deren Eltern. "Wir bieten Full-Service für Familien", sagt es Beate Bindereif-Mergel, Geschäftsführerin im Haus der Familie. Die Unterstützung der DSS sei eine große Bereicherung, erklärt sie. Damit konnte nicht nur das Personal auf jetzt 18 Mitarbeiter aufgestockt werden, es werden auch neue Projekte ermöglicht. "Wir können größer denken", freut sich die Geschäftsführerin. Ideen gibt es viele, die Planungen laufen. Auch für den nächsten Umzug: Wenn die Stiftung die neue Schule am Neckarbogen fertiggestellt hat, wird auch das Haus der Familie mit einziehen. In der Einrichtung bringe sich die Stiftung mit neuen Themen ein, der Austausch geschehe auf Augenhöhe. "Wir sind Sparringspartner", sagt Bindereif-Mergel.
Seit mehr als 80 Jahren begleitet die Einrichtung Familien in der Stadt und im Landkreis Heilbronn. Das Angebot reicht von Schwangerenberatung, Geburtsvorbereitung und Spielkreisen über Vorträge, Ferienbetreuung bis zu musikalischen Kursen und Elternschulungen, immer orientiert am Bedürfnis von Familien. Die sollen weiterhin passgenaue Angebote im Programm finden. Dafür erhält das Haus weiterhin Unterstützung von Stadt, Land, Landkreis und weiteren Kooperationspartnern.
Schub für Digitalisierung
In diesem Jahr ist auch im Haus der Familie alles anders als sonst. Bereits im März mussten die Verantwortlichen Präsenztermine absagen, jetzt wieder. Nur Geburtsvorbereitungskurse oder Vorträge mit kleinem Teilnehmerkreis sind erlaubt. Die meisten Kurse fallen aus - oder finden online statt. "Corona hat der Digitalisierung einen Schub gegeben", sagt Beate Bindereif-Mergel. Viele Angebote wurden zu Webinaren, Beratung gibt es ebenso wie Vorträge online. Das, so die Geschäftsführerin, sei schon lange angedacht gewesen und schnell umgesetzt worden. Teilnehmer und Dozenten hätte dafür eine große Offenheit gezeigt.
Die digitalen Angebote sollen auch künftig das Programm im Haus der Familie erweitern, auch wenn sie neue Herausforderungen unter anderem beim Datenschutz mit sich bringen. "Es ist unser Anspruch, Familien nicht allein zu lassen", sagt Beate Bindereif-Mergel. Gerade nicht in Zeiten wie diesen sind die Prinzipien des Hauses "Beratung, Begegnung und Bildung" wichtig. Man müsse das Beste aus der Situation machen, ist die Leiterin überzeugt. Die Planungen für das kommende Semester laufen deshalb in vollem Umfang. Der Bedarf sei da, wissen die Verantwortlichen. Und sie sind überzeugt: "Die Präsenzveranstaltungen wird es wieder geben."
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