Stimme+
Region
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Die Welt demonstriert fürs Klima

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Menschen auf allen Kontinenten streiken für eine bessere Politik. Beim dritten globalen Klimastreik in September 2019 gingen allein in Deutschland 1,4 Millionen Menschen für eine bessere Klimapolitik auf die Straße.

von Milva-Katharina Klöppel
In Südkorea hält im September 2019 ein junger Mann ein Plakat mit dem Porträt der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg in die Luft.   ???
Foto: dpa???  ???
In Südkorea hält im September 2019 ein junger Mann ein Plakat mit dem Porträt der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg in die Luft. ??? Foto: dpa??? ???  Foto: Ahn Young-Joon

Es sind Bilder wie aus einer anderen Welt: Jungen und Mädchen, junge Erwachsene und Familien stehen dicht gedrängt nebeneinander, recken selbstbemalte Plakate in die Luft, lauschen Vorträgen und lachen, überwältigt vom Gemeinschaftsgefühl. Als die "Fridays for Future" am 20. September 2019 zum dritten Mal zum globalen Klimastreik aufrufen, protestieren weltweit Millionen Menschen für den Klimaschutz. Allein in Deutschland soll es an diesem Freitag 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gezogen haben. Auch im Südwesten sind mehrere Zehntausend für den Klimaschutz unterwegs gewesen und haben Politiker mit buntem, lautstarkem Protest zum Handeln aufgefordert.

Bis heute bleibt der Freitag im September ein Rekord. Denn nicht nur in Europa wurde für das Klima gestreikt. Die Demonstrationen starteten auf kleinen Inseln im Pazifik und Australien, sie setzten sich dann über Asien, Afrika und Europa fort und sollten später Nord- und Südamerika erreichen. Insgesamt waren damals in Deutschland Versammlungen in fast 600 Städten angekündigt. Zu Protestzügen mit tausenden Teilnehmern und den entsprechenden Straßensperrungen und Verkehrsstörungen kam es in praktisch allen Städten von Dresden und Erfurt bis Dortmund und Kiel. Selbst in kleineren Orten wie Buxtehude in Niedersachsen oder Speyer in Rheinland-Pfalz protestierten laut Polizei jeweils rund tausend Menschen.

Auch für den kommenden Freitag, 19. März, sind auf der Übersichtskarte von "Fridays for Future" mehr als 250 Veranstaltungen eingetragen. Weltweit sind es 800. Unter dem Motto #NoMoreEmpty Promises – keine leeren Versprechungen mehr – wollen die Organisatoren in mehr als 50 Ländern gegen die Förderung fossiler Brennstoffe und eine aus ihrer Sicht verfehlte Klimapolitik protestieren. Die Parole der deutschen Aktivisten lautet zusätzlich #AlleFür1Komma5. Aufgrund der Corona-Pandemie werde es anders als noch im September 2020 aber keine Großdemonstration geben, teilte beispielsweise "Fridays for Future Hamburg" am Montag mit. Die Klimaschützer arbeiteten an Alternativkonzepten, bei denen für die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze von Paris protestiert werden soll. In einem Video auf Twitter und Instagram kündigt "Fridays for Future" jedoch "das bunteste Hamburg aller Zeiten" an.

Der Streik am kommenden Freitag ist bereits der siebte globale Klimastreik von FFF. Die Bewegung kämpft seit ihrer Gründung im Sommer 2018 gegen die Auswirkungen des Klimawandels und für die weltweite Einhaltung der Klimaziele. Kennzeichnend für die Bewegung aus größtenteils jungen Menschen waren Demonstrationen an jedem Freitag, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie monatelang nicht stattfanden. In diesem Jahr wollen die Aktivisten die Klima- und Umweltbelange wieder stärker ins Bewusstsein rücken.

 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben