Die neue DAV-Boulderhalle ist fast fertig
Die Sektion Heilbronn im Deutschen Alpenverein (DAV) investiert rund vier Millionen Euro in und um das Alpinzentrum an der Lichtenberger Straße in Heilbronn. Das Jahr 2018 bescherte dem größten Freizeitverein in der Region einen Rekord bei Besuchern und Mitgliedern.

Der Sektion Heilbronn im Deutschen Alpenverein (DAV) geht es blendend. 71.702 Kletterfreunde, so viele wie nie zuvor, kamen 2018 ins Alpinzentrum an der Lichtenbergerstraße, um sich in luftiger Höhe sportlich zu betätigen.
Sehr erfreulich ist auch die Mitgliederentwicklung: Im vergangenen Jahr registrierte Sektions-Geschäftsführer Thomas Pfäffle 1203 Neueintritte, eine Zahl, die bislang einmalig ist. Mit 14.214 Mitgliedern ist die Sektion der mit Abstand größte Freizeitverein in der Region Heilbronn-Franken.
Sektion unter den ersten zehn im DAV
Seit 2011 sind mehr als 4000 Sportfreunde neu hinzugekommen. "Das entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent in sieben Jahren. Damit liegen wir sogar über der bundesweiten sehr positiven Entwicklung des DAV und sind momentan die zehntgrößte Sektion im Deutschen Alpenverein", freut sich Sektions-Vorsitzender Bernd Bührer über den enormen Zuspruch.
Vervollständigt wird dieses erfolgreiche Bild durch den Bau der neuen Boulderhalle, die zwar nicht wie gedacht im Oktober des vergangenen Jahres fertig wurde, sondern voraussichtlich erst Ende Februar, Anfang März genutzt werden kann. Doch schon jetzt erkennt man die mächtigen Dimensionen dieser modernen Sportstätte.
Für jeden Boulderer ist etwas dabei
900 Quadratmeter Boulderflächen stehen Kletterern in der aus Holz gefertigten Halle zur Verfügung. Sie steht in direkter Nachbarschaft zum neuen Kletterturm. Die Wände mit allen Neigungswinkeln sind bis zu 4,50 Meter hoch und sowohl für Anfänger als auch für Profis geeignet: "Es ist für jeden Boulderer etwas dabei", sagt Geschäftsführer Thomas Pfäffle.
Ausgeklügelt ist das Belüftungssystem, die Heizung hängt an der Decke und hinter den Kletterwänden verlaufen jede Menge Lüftungs- und Absaugleitungen. Der Boden wird mit gut 30 Zentimeter dicken Matten ausgelegt, um bei eventuellen Stürzen weich zu fallen. Stolz ist die DAV-Sektionsleitung darauf, dass derzeit überwiegend regionale Handwerker im Alpinzentrum arbeiten und auch die Aufbaugilde eingebunden werden konnte.
Palmbräu-Chef richtet Alpenstüble ein
Parallel zum Bau der Boulderhalle nehmen die neue Geschäftsstelle - die Sektion beschäftigt derzeit 24 Mitarbeiter -, die Verlegung des Eingangsbereiches und der Wintergarten mit dem Alpenstüble Gestalt an. Das kleine Lokal, das im Juni/Juli fertig sein soll, richtet Wolfgang Scheidtweiler, Hotelier und Chef der Eppinger Brauerei Palmbräu, ein. "Die Sektion hat seit vielen Jahren ein sehr enges Verhältnis zu Herrn Scheidtweiler", erklärt Bernd Bührer das Engagement des Pforzheimer Investors.
In die Neu- und Umbauten im und rund um das Alpinzentrum investiert die DAV-Sektion knapp vier Millionen Euro. Rund 650.000 Euro haben Mitglieder in Form von langfristigen und gut verzinsten Darlehen zur Verfügung gestellt.
Im Alpinzentrum gelten demnächst neue Preise
Mit der Eröffnung der Boulderhalle in wenigen Wochen gelten auch neue Eintrittspreise. Mitglieder bezahlen zehn Euro, Nichtmitglieder 15 Euro. Eingeschlossen sind in dem Preis alle Angebote vom Klettern bis zum Saunieren. "Wir wollen mit dieser Staffelung einen Anreiz schaffen, dass möglichst viele Besucher Mitglied bei uns werden", sagt Geschäftsführer Pfäffle.
Unter Dach und Fach ist zwischenzeitlich der Vertrag zwischen der Sektion und der Buga-GmbH für die Betreuung der Kletterwand im Bundesgartenschaugelände. Noch aber werden Helfer für die Einweisung der Kletterer gesucht. "Die Personen müssen nicht vom DAV sein. Sie erhalten eine Kurzausbildung, die Aufgaben sind nicht zu schwer und sie bekommen sieben Euro pro Stunde", wirbt Bernd Bührer um engagierte Helfer.
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