Besondere Woche für die Schüler
Für Realschüler und Gymnasiasten beginnen in dieser Woche die Abschlussprüfungen, außerdem dürfen die Viertklässler zurück in die Schulen.
Die vier Jugendlichen des Robert-Mayer-Gymnasiums in Heilbronn jubeln. Kaum öffnen sie die Tür nach draußen, freuen sie sich lautstark. „Wahnsinn“, ruft eine. Das Abitur hat begonnen, mit dem Schriftlichen in Italienisch ging es am Montag los – und es sei leicht gewesen. Auch dank der Vorbereitungen durch ihre Lehrerinnen. Die hätten in der corona-freien Vorbereitungszeit innerhalb weniger Minuten stets auf Whatsapp-Fragen geantwortet, erzählt Sava Sivwan. „Sie haben uns gerettet“, sagt Alina Engel. Aber ganz klar: Die Schule fehlte. „Wir hatten keinen Unterricht“, erinnert sich Sava Sivwan. „Da fehlt das Menschliche.“
Am Mittwoch sind Hunderte Schüler an der Reihe
Die Prüfungen gehen diese Woche weiter, ein wichtiger Tag – auch für die Hygiene – wird der Mittwoch sein. Dann ist das Deutsch-Abi an der Reihe, das alle zu schreiben haben. Außerdem folgen an diesem Tag die Jugendlichen an den Realschulen, die in diesem Schuljahr die Mittlere Reife anstreben. Die Schulen gehen dabei ganz unterschiedlich mit der Corona-Situation um: Die Eppinger Schulen bleiben für die Prüfungen in ihren Gebäuden, auch um den Jugendlichen im gewohnten Umfeld Sicherheit zu bieten. Das Neckarsulmer Albert-Schweitzer-Gymnasium weicht hingegen mit seinen Abiturienten in die Ballei aus.
Grundschüler: Anspannung weicht einer Gelassenheit
Seit Montag läuft auch wieder der Betrieb an den Grundschulen im Land – wenn auch in kleiner Version. Die Viertklässler dürfen zurück. Die Verantwortlichen der Grundschule Bad Friedrichshall-Hagenbach haben die beiden Klassen halbiert, immer zwei Gruppen sind gleichzeitig im Gebäude. Dann kommt die andere Hälfte. Der erste Schultag ist nach Angaben des Rektors Tobias Schulz-Wolfframsdorff gut gelaufen. Die Kinder haben Abstandsregeln von sich aus eingehalten, berichtet er. Allerdings habe man eine Unsicherheit gespürt. „Die hat sich aber relativ schnell gelegt.“
Der Rektor, der erst seit diesem Schuljahr im Amt ist, freute sich auf die Kinder – so wie das zum Ende der Sommerferien hin der Fall sei. Zugleich sei er verunsichert und gespannt gewesen. Die Frage war, ob es auch tatsächlich so funktionieren wird, „wie man es sich vorgestellt hat“. Abgesperrte Bereiche, der Duft nach Desinfektionsmittel: Thomas Schulz-Wolfframsdorff hofft, dass man sich schnell daran gewöhnen werde. Allerdings hat er einen Wunsch: „Ich hoffe, dass es nach den Sommerferien gelassener wird.“
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