Auch in der Hermann-Herzog-Schule ist das Thema Medienkompetenz ein Dauerbrenner
Der sichere Umgang mit Medien sollte Kindern und Jugendlichen beigebracht werden wie Regeln im Straßenverkehr, wünscht sich Kerstin Freudenthaler, Rektorin der Hermann-Herzog-Schule. Welche Themen die Schulleiterin noch beschäftigen.
Seit Mai ist Kerstin Freudenthaler die Schulleiterin der Hermann-Herzog-Schule - ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Sehen. Zuvor war Kerstin Freudenthaler erst als Konrektorin und dann als kommissarische Schulleiterin tätig. Insgesamt schaut die 42-Jährige bereits auf neun Jahre in der Schule zurück, deren Einzugsgebiet sich vom Stadt- und Landkreis Heilbronn über den Hohenlohekreis bis zum Landkreis Schwäbisch Hall erstreckt.

Endlich wieder Normalität
Die Schulleiterin freut es, dass nach zwei Corona-Jahren wieder etwas mehr Normalität in den Schulalltag eingekehrt ist. So sind beispielsweise wieder Musik- und Sportunterricht uneingeschränkt möglich. Außerdem können die Schüler wieder auf Abschlussfahrt gehen, nennt Kerstin Freudenthaler ein paar Beispiele. Ihr Kollegium vergleicht die 42-Jährige ganz gern mit dem gallischen Dorf von Asterix und Obelix, wie sie sagt. "Man kämpft mit verschiedenen Dingen am Tag. Aber nur, wenn man sie beim Namen nennt, kann man sie auch verbessern." Jeder im Team - egal ob Lehrer, Putzkräfte, Sekretariat oder Hausmeister - bringe seine Stärken ein.
Medienkompetenz als Dauerbrenner
Wie die Schüler richtig mit Handy, Social Media und Co. umgehen, sei wie überall auch in der Hermann-Herzog-Schule ein Dauerbrenner. Bald soll es deswegen einen Elternabend zum Thema Medienkompetenz geben. Vor allem das Internet würde oftmals leichtfertig genutzt, gibt die Rektorin zu bedenken.
Kinder im Umgang mit Medien zu begleiten und ihnen zu zeigen, wie man kompetent damit umgeht, vergleicht Freudenthaler ganz gern mit den Regeln im Straßenverkehr: "Bevor man die Straße überquert, lernt man ja auch, vorher nach rechts und links zu schauen."
Großbildschirme als digitale Tafel
Auch die digitale Ausstattung der Schule beschäftigt die Rektorin. So wurden Anfang des Jahres sechs fest installierte Großbildschirme in Betrieb genommen, die als digitale Tafeln genutzt werden. Interaktiv über die Touchfunktion können Lehrer darauf zeichnen oder schreiben. "Ich liebe die Bildschirme." Vor allem für Schüler mit Sehbeeinträchtigung seien sie sinnvoll.
Teil des Förderprogramms "Lernen mit Rückenwind"
Ein weiteres Highlight: Nach den vergangenen Corona-Jahren macht die Hermann-Herzog-Schule auch beim Förderprogramm "Lernen mit Rückenwind" mit, das vom Land gefördert wird und Teil des Bund-Länder-Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" ist. Lernrückstände sollen aufgeholt und die sozial-emotionale Seite der Schüler wieder stabilisiert werden, erklärt Kerstin Freudenthaler. Geplant sei, dass Kunstpädagogen in den Unterricht kommen, "um die visuelle Wahrnehmung der Schüler zu fördern".
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