Video über die Corona-Hilfe einer Heilbronner Firma
Im 360-Grad-Video ist zu sehen, wie die Firma Marbach mit pfiffigen Ideen Gesichtsschilde für Krankenhäuser anfertigt. Die Nachfrage ist riesig.

In der Not bilden sich viele interessante Allianzen. Das Gute im Schlechten ist, dass gegenseitige Unterstützung ganz neu entdeckt wird. Viele Firmen aus der Region haben ihre Produktion erweitert. Auch die Firma Marbach in Heilbronn, wo wir unseren aktuellen 360-Grad-Film gedreht haben. Das Unternehmen ist eigentlich Spezialist bei der Herstellung von Werkzeugen für die Verpackungsproduktion.
Mit den Stanzformen und Thermoformwerkzeugen für die Verpackungsindustrie ist der Mittelständler Weltmarktführer. Jetzt werden zusätzlich Gesichtsschilder und Türgriffhaken produziert. Die Augen des SLK-Einkäufers leuchteten, als er davon erfuhr, denn es gibt momentan überhaupt keine Gesichtsschilde dieser Art mehr zu kaufen und Marbach schenkte den Kliniken gleich 2000 Stück. Auch andere Krankenhäuser in Hohenlohe und im Kraichgau werden bedacht.
Eine Idee entstammt dem betrieblichen Vorschlagswesen
Interessant dabei, welche Eigendynamik sich bei den Mitarbeitern entwickelt hat. Die Idee für einen Türgriffhaken entstand im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesen. Im Gegenzug erhält jeder Mitarbeiter ein Produkt, das momentan schlecht verfügbar ist. In der ersten Woche gab es Türgriffhaken, in Woche zwei konnte jeder Angestellte ein leeres Fläschchen mitbringen und mit Desinfektionsmittel füllen. Not macht erfinderisch - fürwahr!
Groß ist die Not bei vielen Unternehmen in unserer Region. Über zahlreiche Betriebe wird viel diskutiert und geschrieben. Nicht übersehen darf man aber jene, die nicht so im Rampenlicht stehen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wo das Scheinwerferlicht der Bühne ausbleibt, da geraten Künstlerexistenzen in Gefahr. Nicht zu vergessen die Gastronomie- und Hotelszene. Kleine Lokale können sich nicht lange über Wasser halten - gerade auf sie möchten wir aber auch nach der Corona-Krise nicht verzichten, sie sind neben großen Betrieben und Kettenrestaurants eine wichtige Bereicherung für das gastronomische Angebot.
Wenn die Kneipen geschlossen sind, geraten lokale Brauereien unter Druck. Es wird ein hartes Jahr - viele fürchten ein Brauereisterben. Da kann man froh über schnelle Hilfe sein - die ersten staatlichen Hilfszahlungen wurden bereits überwiesen.
Wahlen in Corona-Zeiten haben wenig Sinn
Einen langen Atem brauchen auch die Wahlkämpfer. Denn Bürgermeisterwahlen während der Corona-Krise machen wenig Sinn. Das hat der Gemeinderat in Waldenburg erkannt und daher das gesamte Verfahren gestoppt und auf den Herbst verlegt. Alles andere wäre unfair für die Mitbewerber von Bürgermeister Knobel, die ja gar keinen richtigen Wahlkampf hätten machen können.
Anders sieht es in Schöntal aus, wo es mit Joachim Scholz nur einen Bewerber gibt. Der ehemalige Oberbürgermeister von Neckarsulm hat ja überraschend seine Kandidatur angemeldet. Natürlich hat er beste Chancen, Nachfolger von Patrizia Filz zu werden. Doch auch hier ist offen, ob im Jagsttal tatsächlich im Mai gewählt werden kann. Bei nur einem Kandidaten könnte ja eine Briefwahl eine Alternative sein.
Hoffen und motivieren an Ostern
Auf ein Alternativprogramm an den Ostertagen sind die Menschen allerorten angewiesen. Es ist traurig, wenn Gottesdienste ausfallen müssen. Von geschlossenen Freizeiteinrichtungen oder öffentlichen Ausflugszielen ganz abgesehen. Vielleicht hilft ja der Blick voraus oder zurück. Auf Ostern 2019 beispielsweise. Zugegeben, damals war das Osterfest zwei Wochen später. Aber was waren das für tolle Buga-Auftakttage. Da passt es, dass das Buga-Gelände pünktlich zu Ostern wiedereröffnet wird. Wobei die Polizei gerade hier die Abstandsregeln entsprechend kontrollieren wird. Und nächstes Jahr erfreut uns die Gartenschau in Eppingen. Auch Corona geht vorüber!
Mit den Corona-Folgen kämpfen an Ostern viele Klinikmitarbeiter. Ihre Motivation aufrechtzuerhalten ist wichtig. SLK-Chef Weber tat das auf überraschende Art und Weise: Jeder Mitarbeiter erhielt einen Tulpenstrauß privat zugestellt - mitsamt einfühlsamem Osterbrief des Chefs. Nachahmenswert!

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