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Brauchtum

Osterbrunnen im Raum Heilbronn und Hohenlohe: Bunter Schmuck zu Ostern

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Osterbrunnen verschönern die Gemeinden in Heilbronn und Umgebung. Viele Landfrauen-Gruppen engagieren sich dabei. Meine Stimme-Heimatreporter zeigen tolle Fotos der Brunnen und Plätze.

In Pfaffenhofen-Weiler verziert der Osterbogen den Platz rund um die Kunst von Gunther Stilling.
In Pfaffenhofen-Weiler verziert der Osterbogen den Platz rund um die Kunst von Gunther Stilling.  Foto: Erwin Weigend

Sie schmücken zurzeit wieder unsere Region: Osterbrunnen. Bunte Eier, Bänder, gebundene Kränze und Osterhasen zieren Brunnen, Treppengeländer oder sind kunstvoll zu Kronen oder Bäumen geformt. Oft haben die Ortsgruppen der Landfrauen das Schmücken übernommen. Teilweise mit Unterstützung der Kommune oder ihrer Männer.  

Osterbrunnen in der Region: Farbenfrohe Tradition zwischen Brauchtum, Gemeinschaft und Engagement

Der Brauch, vor Ostern Brunnen zu schmücken, hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der Fränkischen Schweiz entwickelt. Seit den 80er Jahren ist diese Tradition auch in Baden-Württemberg angekommen. Natürlich auch in der Region.


Osterbrunnen zu dekorieren ist Brauchtumspflege, sagt die Vorsitzende der Kreislandfrauen Heilbronn, Michaela Schmetzer, und freut sich: „Diese Tradition wurde in den vergangenen Jahren an vielen Orten wiederbelebt.“ In Eberstadt zum Beispiel wird der Röhrenbrunnen in der Gellmersbacher Straße schon seit 24 Jahren von einer Bürgerinitiative dekoriert. Die Landfrauen schmücken den Brunnen in der Hauptstraße. Auf dem Bürgerportal Meine Stimme haben nach einem Aufruf viele Landfrauen-Gruppen und Privatpersonen Fotos von Osterbrunnen eingestellt. 

Teamarbeit fürs ganze Dorf: Landfrauen engagieren sich für Osterbrunnen

Michaela Schmetzer hebt als Besonderheit an diesem Brauch hervor: „Oft ist es ein Projekt des ganzen Dorfs.“ Sie schätzt: Mehr als die Hälfte der Landfrauen-Ortsvereine ihres Kreisverbands schmückt Brunnen, Treppengeländer, Ortseinfahrten oder stellt, wie ihre Ortsgruppe Kochersteinsfeld, einen Osterbaum auf. Oft ist es Teamarbeit mit Gemeinden, Kindergärten, Schulen oder Obst- und Gartenbauvereine.821821

Auch in Beilstein hat das Schmücken Tradition: Mehr als 20 Jahre schon, blickt die Schriftführerin der Landfrauen, Meike Haid-Rudolph, zurück. Früher war es die Rathaustreppe, jetzt ist es der Brunnen. Zwei Abende haben sich die Beilsteiner Landfrauen zum Binden der Büschel aus Buchs, Thuja und Efeu getroffen. Mindestens drei Stunden waren noch nötig, um die Büschel an gebundenen Reben am Brunnen festzumachen.

Weitere Osterbrunnen aus der Region sind auf der Themenseite auf dem Bürgerportal Meine Stimme zu bewundern. Jeder registrierte Heimatreporter – ob Organisation oder Privatperson – kann auch weiter Osterbrunnen-Motive einstellen. Alle Infos dazu sind hier zu finden. Noch bis Donnerstag, 2. April, 8 Uhr läuft die Abstimmung, welches Osterbrunnen-Foto auf den Instagram- und Facebook-Kanälen von Meine Stimme gezeigt wird. Also fleißig den Gefällt mir-Button klicken oder in den Kommentaren schreiben welches Foto am liebsten ankommt.

So eine Aktion stärkt die Gemeinschaft, betont Michaela Schmetzer. So schreiben die Landfrauen Eberstadt zum Beispiel auf Meine Stimme: „Für uns ist das mehr als nur Deko – es ist ein schönes Stück Gemeinschaft.“ Das ist auch bei den Landfrauen Widdern so: „Viele fleißige Helferinnen waren beteiligt und zeigten einmal mehr, wie gut wir als Team zusammenarbeiten.“

Oft ist auch das Einweihen der Osterdekoration ein schöner Anlass, um zusammenzukommen. Etwa in Lampoldshausen: Dort spielte der Musikverein dazu auf. In Wüstenrot und vielen anderen Orten in der Region gibt es sogar ein Osterbrunnenfest mit Kaffee und Kuchen. 

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