Obstbau überlebt nur mit mehr Maschinen

  
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Beim Obstbau haben nur Betriebe Erfolg, die stark auf Maschine setzen, ist unser Autor überzeugt. Einer der Gründe ist der weiter steigende Mindestlohn, der die Rentabilität der Betriebe schwächt. 

Bei Obstbau Schmelzle in Öhringen-Verrenberg kommt ein Förderfahrzeg zum Einsatz, das im Herbst mit einer teilautomatisierten Erntemaschine ausgestattet werden kann.
Bei Obstbau Schmelzle in Öhringen-Verrenberg kommt ein Förderfahrzeg zum Einsatz, das im Herbst mit einer teilautomatisierten Erntemaschine ausgestattet werden kann.  Foto: Ralf Seidel

Ob es dem Deutschen Bauernverband im zweiten Anlauf gelingt, doch noch Sonderregeln für ausländische Saisonarbeiter beim Mindestlohn auszuhandeln, bleibt abzuwarten. Für die Inhaber von Sonderkulturen, die die immer weiter steigenden Lohnkosten leider nicht auf ihre Erdbeeren, Salate, Äpfel und Co. draufschlagen können, weil es der Markt nicht hergibt, wäre es allemal wünschenswert.

Die Produktivität dürfte ausgereizt sein. Oder geht mehr?

Realistischer ist es jedoch, davon auszugehen, dass es nicht klappt. Dass die Weichen von der Politik so gestellt werden, dass alle Mindestlohnempfänger gleich behandelt werden sollen. Dafür müssen sich die arbeitsintensiven Landwirtschaften wappnen. Bloß wie?

Betriebwirtschaftliche Binsenweisheiten helfen da nicht weiter. Natürlich kann man weiter versuchen, die Produktivität zu steigern. Allerdings: Inzwischen arbeiten nur noch 1,5 Prozent der Bevölkerung in oder in der Nähe der Landwirtschaft. Ist da noch mehr rauszukitzeln? Und wenn ja, zu welchem Preis?

Landtechnik immer ausgefeilter

Die Landtechnik wird immer ausgefeilter, wie man an den jährlich stattfindenden Fachmessen bewundern kann. Es gibt Winzer, die inzwischen einen Traubenvollernter der manuellen Lese vorziehen – und dies nicht nur aus Gründen der Lohneinsparung. Egal, wie es ausgeht: Der Trend zur Mechanisierung hält weiter an. Besser ist es, sich beizeiten darauf einzustellen.

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