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"Schmerz noch immer da"
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Familie sucht verzweifelt nach vermisstem Senior – Vor einem Jahr aus Bad Rappenau verschwunden

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Nach dem Verschwinden von Nuh Pektas aus einer Bad Rappenauer Tagespflege-Einrichtung hatte die Familie eine große Suchaktion gestartet. Doch bis heute hat sie keine Gewissheit. 


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Am 11. Juli ist es genau ein Jahr her, dass Nuh Pektas aus Bad Rappenau vermisst wird. Er verschwand damals aus einer Tagespflege-Einrichtung. Groß angelegte Suchen von Polizei und Privatleuten blieben erfolglos. Bis heute ist nicht klar, wo der damals 79 Jahre alte Mann hinwollte und was tatsächlich geschah. Tochter Herdem Calli (53) sagt: "Der Schmerz ist noch immer da, und er wird von Tag zu Tag größer."

Sie als Familie wünschten sich lediglich Gewissheit. Viele Szenarien seien denkbar. Aber das nicht wissen, das sei das größte Problem. Wenn man ihn doch nur finden würde, und wenn es auch die sterblichen Überreste sein mögen – "dann hätten wir wenigstens ein Grab", so Calli. Mit dem Wissen über einen natürlichen Tod könnte man auch abschließen und um ihren Vater trauern.

Die Familie sucht mit diesem Foto nach dem vermissten Senior aus Bad Rappenau Nuh Pektas.
Die Familie sucht mit diesem Foto nach dem vermissten Senior aus Bad Rappenau Nuh Pektas.  Foto: privat/ Montage: HSt

Suche nach Nuh Pektas aus Bad Rappenau: Familie hängt Plakate auf 

Vielen Menschen in der Region Heilbronn ist der Vermisstenfall bekannt. Die Familie von Nuh Pektas machte mehrfach mit allen Mitteln auf die Situation aufmerksam, lobte sogar eine Belohnung aus. Auch heute noch trägt sich Herdem Calli mit dem Gedanken, noch mal etwas zu versuchen, ihren Vater zu finden. Sie möchte eine Webseite erstellen, in der alles zum Fall beschrieben wird und Fotos den Gesuchten zeigen. "Ich probiere alles, was möglich ist", sagt sie.

Mit diesen Plakat suchte die Familie nach dem Bad Rappenauer Nuh Pekta.
Mit diesen Plakat suchte die Familie nach dem Bad Rappenauer Nuh Pekta.  Foto: Privat

Nuh Pektas Tochter möchte, dass ihr Vater nicht in Vergessenheit gerät

Ihr sei auch wichtig, dass der Fall in der Bevölkerung nicht in Vergessenheit gerate, schildert Calli. Man könne doch als Familie so nicht weiterleben. Es zehre an ihren Kräfte. "Das gibt es doch nicht, dass so etwas so lange nicht aufgeklärt ist."

Sie hätten keinerlei Anhaltspunkte über den Verbleib ihres Vaters. Ende vergangenen Jahres habe sie den Vermisstenfall bei einem Aufenthalt in der Türkei sogar bei der dortigen Polizei gemeldet – weil ihr Vater in den Wochen vor seinem Verschwinden immer wieder von einer Rückkehr in seine frühere Heimat geträumt habe. Auch das sei aber ergebnislos geblieben.

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