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Das „Projekt Pfadi“ an der Kappishalde entsteht mit viel Unterstützung, benötigt aber zusätzliche Mittel. Am 21. März soll Richtfest gefeiert werden.

Eines gehört dazu, selbst bei schwerer körperlicher Arbeit: das blau-gelbe Halstuch. Das legen Moritz Bendl und Oliver Kleinknecht auch an, wenn sie im Auftrag des Pfadfinderstamms „Stettenfels“ im Einsatz sind. Beide sind zusammen mit Zimmerleuten der Firma Karlheinz Bauer zugange, das neue Vereinsheim zu bauen. Die Hauswände des eineinhalbstöckigen Gebäudes auf dem Wiesengrundstück in der Kappishalde stehen bereits. In diesen Tagen wird vor allem viel gehämmert: Es geht an die Dachbalken, verbaut wird auch Holz aus dem Gemeindewald.
Das Banner mit der Aufschrift „Hier entsteht das neue Pfadiheim!“ hängt gut sichtbar hoch oben am Baugerüst. Es ist nicht nur eine feste Anlaufstelle für die Untergruppenbacher Pfadfinder, die lange ohne Domizil waren, sondern auch ein Beispiel dafür, was gelingen kann, wenn viele Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.
Schon länger träumen die Pfadfindergruppen von eigenen, zentralen Räumen: von einer Küche, WCs und Platz fürs Material, von einem Ort, der ganz auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Nun soll alles an einem Ort gebündelt werden, auf der Wiese gegenüber dem „schwarzen Parkplatz“, unweit des Gruppenbachs, umgeben von wenig bebauter Natur und in unmittelbarer Nähe zum Wald. Die Gemeinde stellt das Grundstück kostenfrei zur Verfügung und hat auch den Bebauungsplan aufgestellt. Die abgelegene Lage bedeutet jedoch auch, dass neue Zuleitungen für Anschlüsse gelegt werden mussten.
Das alte Domizil der Pfadfinder musste weichen, als 2015 die Stettenfels-Grund- und Gemeinschaftsschule gebaut wurde. Seitdem hatten die Pfadis keine feste Anschrift mehr und kamen an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet unter: teilweise beim Schäferhundeverein oder bei der Kirchengemeinde, das Material wurde dagegen in Heinriet gelagert. Die Gruppen trafen sich auch im einstigen WLZ-Gebäude neben der Hohenriethalle, wo nun Räumlichkeiten für die Schulkindbetreuung entstehen sollen. Für viele sei es nicht einfach gewesen, ohne Autoführerschein zwischen den unterschiedlichen Treffpunkten in der Gemeinde zu wechseln. „Das hat die Jugendarbeit auch spürbar erschwert“, blickt Moritz Bendl zurück. Er ist Vorsitzender des Förder- und Freundeskreises und gelernter Schreiner. „Ein bisschen kenne ich mich aus“, sagt er lächelnd über den Hausbau, „durch das ganze Projekt habe ich unglaublich viel dazugelernt, besonders über die Planungs- und Genehmigungsseite.“ Der Bau des Vereinsheims sei trotz viel Unterstützung ein Kraftakt. „Wir sind ein gutes Team. Aber alles ehrenamtlich zu machen, bleibt viel Arbeit“, ist Bendl offen.
Eigentlich habe man schon im Frühjahr 2025 starten wollen, kurz nach dem Spatenstich im November 2024. Doch zusätzliche Planungen haben zu Verzögerungen und Verteuerungen geführt, erklärt Moritz Bendl. Zumal die Pfadis so ökologisch und nachhaltig wie möglich bauen wollen: So werden etwa Streifenfundamente verwendet, um möglichst wenig Boden zu versiegeln. Außerdem wird das Gebäude mit einer Wärmepumpe geheizt. Trotzdem sei es nicht einfach, den Mittelweg zwischen ökologisch sinnvollem und günstigem Bauen zu finden, gibt Bendl zu.
Knapp 200 000 Euro sind für den Bau des Gebäudes eingeplant, ein Zuschuss von 50 000 Euro kommt von der Gemeinde. Die Aktiven haben sich zudem einiges dazuverdient: rund 170 000 Euro durch Straßenfeste oder Adventsmärkte. Hinzu kommen Spenden von Bürgern, Mitgliedern sowie Unterstützern der Pfadis, ein Großteil von den Stiftungen der Sparkasse und „Freude teilen“.
Die Pfadfinder wollen so viel Arbeit wie möglich in Eigenleistung erbringen, um Kosten zu sparen. An den Wochenenden sind deshalb Arbeitseinsätze geplant, bei denen beispielsweise Fenster eingesetzt werden. „Wir sehen das als pädagogischen Teil unserer Jugendarbeit“, sagt Bendl lächelnd – die steht schließlich im Vordergrund.
Trotzdem bleibt der Bau des neuen Vereinsheims kostspielig. „Wir haben genug Mittel, um den Rohbau fertigzustellen und die Hülle regendicht zu machen“, sagt Bendl. Für die Fertigstellung des Innenausbaus werde es jedoch knapp, weshalb man weiterhin dabei sei, Spenden einzuwerben. Am 21. März soll Richtfest gefeiert werden. Den Winter, sagt Moritz Bendl, möchten die Pfadis gerne schon in ihrem neuen Vereinsheim verbringen.
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