Neues Gastro-Team für den Ilsfelder Holzmarkt
Partyservice Mozer aus Kleinaspach und Schozach-Bottwartal Getränke- und Reifenservice aus Oberstenfeld übernehmen die Bewirtung im Holzmarkt-Zelt. Die viertägige Veranstaltung findet in diesem Jahr von 28. bis 31. August statt.
„Es ist eine ganz bewusste Entscheidung für den Holzmarkt“, sagt Bürgermeister Bernd Bordon. Für die viertägige Ilsfelder Traditionsveranstaltung, die in diesem Jahr von Freitag, 28., bis Montag, 31. August, stattfindet, hat die Gemeinde ein neues Gastro-Team verpflichtet: den Partyservice Mozer aus Kleinaspach und den Schozach-Bottwartal Getränke- und Reifenservice aus Oberstenfeld. „Zwei absolute Profis“, so Bordon.
Bis zur Pandemie war die Bewirtung im Zelt Sache der Festgemeinschaft, bestehend aus verschiedenen örtlichen Vereinen und Gastronomen. Weil diese das nach der Corona-Pause personell nicht mehr stemmen konnte, engagierte die Gemeinde zum Neustart 2023 die Firma Gladitz aus Remseck. Nach deren Rückzug hat jetzt Michael Walter von der Schozach-Bottwartal Getränke- und Reifenservice GmbH die Initiative ergriffen und sich zusammen mit Mozer GmbH Partyservice um den Auftrag beworben. „Der Beschluss im Gemeinderat war einstimmig“, sagt Bernd Bordon.
Ein Herz für den Ilsfelder Holzmarkt
Michael Walter ist in Ilsfeld groß geworden, hat lange mitten im Festgeschehen, in der Marktstraße, gewohnt. „Ich habe ein Herz für den Holzmarkt“, sagt der Getränkehändler. „Wir haben viele Jahrzehnte Erfahrung mit Großveranstaltungen und möchten schwäbische Gastfreundschaft auf Straßenfesten leben lassen“, berichtet der Geschäftsführer von Mozer Partyservice, Daniel Weidner. Zwar habe sich das Unternehmen zuletzt auf private und Firmenfeiern fokussiert, der Holzmarkt sei aber eine gute Gelegenheit, sich wieder breiter aufzustellen. „Wir haben die Infrastruktur und sind ein eingespieltes Team, fühlen uns als gesamtverantwortlicher Dienstleister“, sagt Weidner.

„Essen und Getränke im Zelt sind ein großer Teil des Holzmarkts. Das Ganze steht und fällt mit der Qualität“, betont Bürgermeister Bordon. „Wir als Kommune haben in den letzten drei Jahren viel dazu gelernt.“ Beispielsweise, dass es einen Aufschrei gibt, wenn beim Holzmarkt gar keine „Giggerle“ angeboten werden oder diese nicht rechtzeitig nach dem sonntäglichen Festgottesdienst fertig gegrillt sind, oder wenn Bier im Plastikbecher ausgeschenkt wird. Von diesen Erfahrungen werden die neuen Beschicker profitieren. „Wir geben die Informationen über diese Abläufe weiter“, versichert Sven Frank vom Orga-Team im Rathaus.
Neuerungen beim Schichtplan und erweitertes kulinarisches Angebot
Es gibt aber auch eine Neuerung: Die Schichten im Zelt, die weiterhin von erfahrenen Kräften der früheren Festgemeinschaft übernommen werden, sollen nicht wie zuletzt einfach zugeteilt werden. „Die Planung ist sehr anspruchsvoll. Wir machen das mit einer App, über die sich alle, die Interesse haben, bewerben können“, erklärt Daniel Weidner. „Wir haben gutes Stammpersonal, aber das reicht für so eine Veranstaltung bei Weitem nicht aus“, ist er froh über die Unterstützung. Neu ist auch ein kulinarisches Angebot für die veganen Gäste, so Weidner, außerdem ein Weißwurstfrühstück am Holzmarkt-Sonntag.
Die Investition einer fünfstelligen Summe für das größte Fest im südlichen Landkreis Heilbronn hält Bordon für gerechtfertigt, trotz finanzieller Misere der Gemeinde Ilsfeld: „Der Holzmarkt ist mehr als ein Straßenfest. Er ist eine Institution, ein Ort des Zusammentreffens.“ Für den Erhalt dieser Tradition müsse die Verwaltung damit leben, „dass es Stimmen gibt, die das anders sehen“.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare