In der Fragestunde des Gemeinderates wurde die Sauberkeit an verschiedenen Stellen in der Stadt kritisiert. Der Eingang zum Parkhaus sei „versifft“, monierte ein Bürger. Auch die Buswartehäuschen seien dreckig, zudem wachse Unkraut an vielen Stellen. „Das alles ist kein Aushängeschild für unsere Stadt!“
Neuer Penny-Markt in Möckmühl öffnet im Herbst – auch Edeka will neu bauen
Bald eröffnet der Penny-Markt in Möckmühl, Edeka vergrößert sich im Einkaufszentrum. Doch es gibt auch Ärger – wegen der schlechten Verkehrsanbindung.

Das Einkaufszentrum vor den Toren der Altstadt in Möckmühl ist auch für die umliegenden Gemeinden wie Widdern und Roigheim eine wichtige Anlaufstelle. Neben Lebensmitteln gibt es hier auch Kleiderläden oder eine Apotheke.
Diese will sanieren, Edeka neu bauen. Der neue Penny steht schon, das Gebäude sieht fast fertig aus. Im Herbst soll Eröffnung sein, auf der Anzeigetafel steht, es handele sich um ein „Green Building“. Laut der dahinter stehenden Rewe-Group heißt das: Das Gebäude kombiniert moderne Architektur mit energieeffizienten Technologien und dem Einsatz regenerativer Energien.
Neuer Penny im Möckmühler Einkaufszentrum: Noch stehen die Bagger auf dem Parkplatz
Noch stehen die Bagger auf dem Parkplatz. Das soll sich bald ändern. Im Herbst ist Eröffnung, dann gibt es auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche Produkte von Bio bis Regional. Wenn der neue Penny bezogen ist, geht es dem alten Gebäude gleich nebenan an den Kragen. Die Bagger fahren ein Stück weiter und reißen den alten Penny ab.
Direkt im Anschluss an den Penny-Neubau entsteht dann der Edeka mit Bäckereicafé. Dieser Gebäudeteil wird nochmal eine Nummer größer. Für die 1200 Quadratmeter hat das Regierungspräsidium extra eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Hintergrund war ein Streit zwischen Aldi und Edeka, der sich im alten Aldi eingemietet hat. Der Discounter Aldi wollte ebenfalls erweitern und drohte mit einer Klage.
Discounter Aldi würde ebenfalls gerne in Möckmühl erweitern
Der großflächige Einzelhandel ist im Waagerner Tal nur möglich, weil die Stadt Möckmühl ein Sondergebiet dafür ausgewiesen hat. Dies betrifft nur die Neubauten von Penny und Edeka, nicht aber den Aldi. Der Gemeinderat hat dafür nun den wichtigen Satzungsbeschluss gefasst. Bedenken und Einwände hat es keine mehr gegeben.
Unzufrieden ist man aber weiterhin mit der Verkehrssituation. Martin Haußecker (Grüne) kritisierte, dass bei der Verkehrsuntersuchung nur auf Autos geachtet wurde. „Die Radfahrer kommen überhaupt nicht vor, das ist nicht mehr zeitgemäß.“ Die Rad- und Fußwege zum und im Bereich des Einkaufszentrums könnten sicherlich optimiert werden, so der Stadtrat.
Kritik im Möckmühler Gemeinderat an der Verkehrssituation im Einkaufszentrum
An der Verkehrssituation im Einkaufszentrum gibt es immer wieder Kritik. Autofahrer stehen nicht nur auf der Züttlinger Straße im Stau. Deshalb will die Stadtverwaltung das Linksabbiegen Richtung Einkaufszentrum unterbinden. „Da müssen wir mal wieder beim Landratsamt nachfragen, wann das umgesetzt wird“, zeigte sich Bürgermeister Simon Michler verwundert, dass die verkehrsrechtliche Anordnung auf sich warten lässt.
Immerhin ist der Umbau der Kreuzung an der Jagstbrücke beendet. Der wichtige Verkehrsknotenpunkt ist nun für Blinde und Sehbehinderte geeignet, der Verkehr wird über Ampeln gesteuert. Ärgerlich fanden Einheimische wie Auswärtige aber die wochenlangen einseitigen Sperrungen, die zu weiteren Staus geführt haben.
Weitere Verkehrsuntersuchung zu Kreisverkehr in Möckmühl gefordert
Andreas Kraft (FWV) forderte in der Ratssitzung am Dienstag eine weitere Verkehrsuntersuchung. „Hat der überhaupt an der richtigen Stelle nachgeschaut?“, fragte der stellvertretende Bürgermeister zur bisherigen Analyse. Ja, es sei die richtige Stelle gewesen, antwortete Michler. Mit dem Ergebnis, dass ein Kreisverkehr keine bessere Anbindung des Waagerner Tals bringen würde, sei man aber nicht zufrieden, so die einhellige Meinung im Ratsrund.
Das Verkehrsgutachten hatte ergeben, dass Ausbaumaßnahmen der vorhandenen Straßen und Knotenpunkte nicht erforderlich seien. Dies wird aber angezweifelt, da vor allem die Ausfahrt aus dem Bereich der verschiedenen Einkaufsläden mitunter langwierig ist. Wer mit dem Rad oder zu Fuß verschiedene Läden ansteuern will, muss dabei immer wieder auf die Autos aufpassen.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare