Neue Preise im Freibad Ulrichsheide in Lauffen – Kosten für Badegäste steigen
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In Lauffen steigen in der Saison 2026 die Ticketpreise für das Freibad Ulrichsheide. Für die Stadt ist es ein Versuch, die steigenden Kosten zu decken. Auch die Öffnungszeiten werden angepasst.
So voll ist es im Lauffener Freibad selten. Die Besucherzahlen sind zurückgegangen.
Foto: Schmidt, Harald
Auf Besucher des Freibads Ulrichsheide kommen in der neuen Saison höhere Kosten zu. Die Stadt Lauffen hatte die Gebühren zuletzt immer im Zwei-Jahres-Rhythmus erhöht, 2026 ist es wieder so weit. Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend die neuen Ticketpreise. Auch die Öffnungszeiten werden angepasst. Die Unterhaltung des Freibads ist seit vielen Jahren ein Verlustgeschäft. In der Vergangenheit hatte Bürgermeisterin Sarina Pfründer jedoch immer betont, den Betrieb aufrecht erhalten zu wollen.
Die Saison-Eröffnung ist für den 16. Mai geplant. Der letzte Badetag ist voraussichtlich der 13. September, wobei eine Verlängerung möglich ist, wenn das Wetter gut ist.
Neue Ticketpreise im Lauffener Freibad: Kosten für Besucher steigen
Der Tarif bei einer Einzelkarte für Erwachsene liegt künftig bei sechs, ermäßigt bei drei Euro. Im Abendtarif ab 17.30 Uhr zahlen Erwachsene vier Euro, ermäßigt liegt der Preis bei zwei Euro. Insgesamt steigen die Ticketpreise damit um je 50 Cent bis einen Euro. „Was es in diesem Jahr nicht mehr geben soll, ist ein Vorverkauf zu vergünstigten Preisen“, sagt Lauffens Kämmerer Frieder Schuh.
Mit den Preiserhöhungen reagiert die Stadtverwaltung auf die steigenden Kosten für den laufenden Betrieb. Üblicherweise liege laut Sitzungsunterlagen der Kostendeckungsgrad für Freibäder bei 30 bis 35 Prozent. Im vergangenen Jahr habe dieser grad jedoch nur 25 Prozent betragen, im Jahr 2024 waren es noch 28 Prozent. Mit der Gebührenerhöhung will die Verwaltung eine Kostendeckung von 30 Prozent erreichen.
Langfristig sei das Ziel, die Eigenstromversorgung auszubauen, um Kosten zu senken, erklärt Sarina Pfründer. Im Gespräch sei etwa eine PV-Anlage. In der Saison 2025 wurden insgesamt rund 221.000 Euro eingenommen, damit liegt die Summe unter den Einnahmen von 2024 (238.600 Euro).
Lauffener Eintrittskarten
Im Lauffener Freibad liegt die Zehnerkarte für Erwachsene ab der neuen Saison bei 54 Euro, ermäßigt zahlen Besucher 27 Euro. Familienjahreskarten liegen bei 85 Euro für Erwachsene, beim ersten und zweiten Kind werden 18 Euro fällig. Bei einer Jahreskarte für Erwachsene wird ein Ticketpreis von 100 Euro erhoben, ermäßigt ist es um die Hälfte günstiger. Vergünstigte Eintrittskarten für Senioren gibt es nicht.
Freibad in Lauffen verzeichnet sinkende Besucherzahlen
Das mag auch mit den gesunkenen Besucherzahlen zusammenhängen. „Insgesamt haben rund 58 900 Badegäste das Freibad Ulrichsheide besucht“, ist den Gemeinderatsunterlagen zu entnehmen – rund 6000 weniger als im Jahr zuvor. „Wir hatten wenig starke Wochenenden“, sagt Kämmerer Frieder Schuh mit Blick auf den vergangenen Sommer. Man brauche nicht nur die Dauerkarteninhaber, sondern vor allem auch die Tagesgäste.
Mit in die Entscheidung hineingespielt hätten auch die eingeschränkten Öffnungszeiten. Die werden in der Saison 2026 weiter reduziert. Montags öffnet das Bad ab 14 Uhr und schließt um 20 Uhr. Donnerstags bis sonntags ist bereits ab 8.30 Uhr geöffnet. Am Dienstag ist Frühbadetag ab 6 Uhr. Am Mittwoch ist Ruhetag für den Publikumsbetrieb. In dieser Zeit können Vereine das Bad für sich nutzen.
„Wir stimmen uns da auch mit den Nachbarkommunen ab“, erklärt Bürgermeisterin Sarina Pfründer. Die umliegenden Bäder in Ilsfeld und Nordheim würden ebenfalls um 20 Uhr die Pforten schließen. Die eingeschränkten Öffnungszeiten sind auch von einer unbesetzten Bademeisterstelle beeinflusst. Aktuell hat das Lauffener Freibad zwei angestellte Bademeister. Pfründer betont, dass jemand für die Stelle gesucht werde, es allerdings schwer sei, geeignete Fachkräfte zu finden.
Nordheim und Leingarten über Änderungen in der Freibadsaison
Auch in Nordheim spielt das Thema Personal eine große Rolle. „Wir hatten gemessen an den Besucherzahlen eine erfolgreiche Freibadsaison, mussten jedoch aufgrund von Personalmangel zeitweise eingeschränkt öffnen“, sagt Sasika Lück, Kämmerin der Gemeinde. Zur vergangenen Badesaison erhöhte die Gemeinde zudem die Eintrittspreise um 1,50 Euro auf 6,50 Euro.
In Leingarten läuft der Betrieb im Frei- und Hallenbad Eichbottbad hingegen sehr gut, wie Bürgermeister Ralf Steinbrenner betont. „Wir könnten es mehrfach belegen“, sagt er. Bevölkerung, Schulen und Vereine nutzen die Anlage rege. Einsparungen? „Nein. Als wir 2021 in unser Kombi-Eichbottbad investiert haben, war Verwaltung und Gemeinderat klar, dass es nicht gleich der ersten Sparwelle zum Opfer fällt.“ Aber auch in Leingarten suche man dringend nach Bademeister-Personal. „Das ist ein Problem, das alle Kommunen umtreibt“, so Steinbrenner.
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