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Brackenheim startet größtes Baugebiet – Wohnraum für 400 Menschen geplant

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In Brackenheim beginnt der Bau des Wohngebiets Schulzentrum III. Geplant sind 74 Bauplätze für rund 400 Menschen. Die Investitionssumme liegt bei rund 9,5 Millionen Euro.

Am Großbauprojekt maßgeblich beteiligt: Bürgermeister Thomas Csaszar (v. l.), die Bauplaner und -leiter Lucas Hentschel, Volker Martin, Tobias Kraus und Ralf Plieninger.
Am Großbauprojekt maßgeblich beteiligt: Bürgermeister Thomas Csaszar (v. l.), die Bauplaner und -leiter Lucas Hentschel, Volker Martin, Tobias Kraus und Ralf Plieninger.  Foto: Ben Ferdinand

Der Feldweg ist matschig und steil. Mühsam steigen Gemeinderatsmitglieder, Verwaltungsangestellte und am Bauprojekt Beteiligte die Anhöhe hinauf, auf der künftig das Wohngebiet „Schulzentrum III“ entstehen soll.

Eine Planierraupe und ein Bagger stehen schon bereit. Seit dem 19. Januar laufen die Arbeiten für das bislang größte ausgeschriebene Baugebiet der Stadt Brackenheim. „Endlich“, findet auch Bürgermeister Thomas Csaszar.

Knapp 10 Jahre nach Beschluss: Baustart für „Am Schulzentrum III“ in Brackenheim

Im März 2016 beschloss der Gemeinderat, das Baugebiet „Am Schulzentrum III“ auf den Weg zu bringen. Zehn Jahre später nun der Spatenstich. „Da sehen wir, wie schnell die Prozesse in Baden-Württemberg und Deutschland laufen“, sagt Csaszar – und erntet einige Lacher. „Es ist ein schöner Tag für unsere Stadt“, fährt er fort und zeigt stolz auf die große unbebaute Ackerfläche.

Es sei das größte Baugebiet, das Brackenheim je ausgeschrieben habe, so der Bürgermeister. Sein Bauamtsleiter und die anwesenden Bauplaner nicken zustimmend. Das Gebiet umfasst 5,86 Hektar, davon etwa 3,7 Hektar Baufläche für insgesamt 74 Bauplätze. Rund 400 Menschen sollen hier einmal ein Zuhause finden. „Wir wollen unseren jungen Familien Wohnraum bieten, und der ist bitter nötig“, ergänzt Csaszar.

Geplant sind 13 städtische Bauplätze für Mehrfamilienhäuser, 9 für Reihenhäuser sowie 36 Einzel- und Doppelhausbauplätze. Hinzu kommen 16 private Bauplätze für Einfamilien- oder Doppelhäuser. Auch eine Fläche für einen potenziell benötigten Kindergarten ist eingeplant. Für Csaszar steht fest: Hier entsteht ein ganz neuer Stadtteil – in bester Lage zum Stadtzentrum, zur Schule und zum Einzelhandel.

Neues Baugebiet am Schulzentrum: Brackenheim investiert 9,5 Millionen

Knapp 9,5 Millionen Euro investiert die Stadt Brackenheim in das Gesamtprojekt. Darin enthalten sind der Grunderwerb, die Erschließungskosten in Höhe von rund 6 Millionen Euro, mit denen die Firma Schneiderbau beauftragt wurde, sowie die Rohrverlegung durch die Firma Schäfer für knapp 190.000 Euro. Zusätzlich trägt die Stadt anteilige Kosten für einen Kreisverkehr, neue Bushaltestellen und einen Fahrradweg – insgesamt rund 1,4 Millionen Euro. Die ersten Straßen sollen bereits im April 2026 fertiggestellt sein.

Zu den Grundstückspreisen konnte Thomas Csaszar noch keine genauen Angaben machen. Der Verkauf und die Vergabe erfolgen über das Programm „Baupilot“ – die Preise werden aktuell berechnet.

Archäologische Untersuchungen treiben Kosten in die Höhe

Ein zusätzlicher Kostenfaktor, der auch zur Verzögerung des Projektstarts beigetragen hat, waren die im Januar 2024 begonnenen archäologischen Untersuchungen. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte diese im Baugebiet angemeldet. Sie dauerten rund ein Jahr. Brackenheims Bauverwaltungsleiter Heiko Bleibdrey berichtet, dass nach ersten Voruntersuchungen intensiver geforscht wurde. Offenbar wurden Tonscherben aus der Keltenzeit entdeckt. „Das Ganze kostete die Stadt knapp eine halbe Million Euro“, erklärt Bürgermeister Csaszar.

Weitere Verzögerungen verursachten langwierige Grundstücksverhandlungen und der Bau des Kreisverkehrs in der Maulbronner Straße. Csaszar zeigt sich dennoch erleichtert: „Ich freue mich sehr, nun den Startschuss geben zu können“, sagt er – kurz bevor einer der für das symbolische Spatenstich-Foto vorbereiteten Spaten umkippt. „Der kann es wohl kaum erwarten, dass es losgeht“, scherzt jemand aus der Runde – Gelächter bei den Anwesenden.

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