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Neues Nachhaltigkeitsnetzwerk in Heilbronn

NeNa soll Sprachrohr für Zukunftsfähigkeit sein

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Zwölf Heilbronner Akteure aus dem Bereich Nachhaltigkeit haben sich dem neu gegründeten Netzwerk Nachhaltigkeit angeschlossen. Bis 2030 wollen sie die Stadt lebenswerter machen. Auf dem Theaterschiff wurde das Konzept bei einer Kick-Off-Veranstaltung vorgestellt. 

Zwölf Heilbronner Akteure aus dem Bereich Nachhaltigkeit haben sich dem neu gegründeten Netzwerk Nachhaltigkeit angeschlossen. Auf dem Theaterschiff wurde das Konzept bei einer Kick-Off-Veranstaltung vorgestellt.
Foto: Christiana Kunz
Zwölf Heilbronner Akteure aus dem Bereich Nachhaltigkeit haben sich dem neu gegründeten Netzwerk Nachhaltigkeit angeschlossen. Auf dem Theaterschiff wurde das Konzept bei einer Kick-Off-Veranstaltung vorgestellt. Foto: Christiana Kunz  Foto: Kunz, Christiana

Die Nachhaltigkeitsbewegung in Heilbronn ist sichtbar, und sie ist breit gefächert. Das zeigte sich zuletzt beim Nachhaltigkeitstag: 36 Akteure haben die Veranstaltung im September 2023 mitgetragen. „Die Nachhaltigkeitsbewegung ist kein unbekanntes Wesen“, sagt deshalb Thomas Bergunde, Sprecher der Lokalen Agenda 21. Und obwohl die Akteure aus unterschiedlichen Bereichen kommen, haben sie ähnliche Ziele und Bedürfnisse. Zwölf von ihnen vertreten nun auch offiziell eine gemeinsame Vision: die Stadt Heilbronn bis 2030 zukunftsfähig und nachhaltig zu machen.

So lautet das Ziel des neu gegründeten Netzwerks Nachhaltigkeit Heilbronn (NeNa HN). Nach einem rund vierjährigen Entwicklungsprozess wurde es vor geladenen Gästen auf dem Theaterschiff vorgestellt.

Potenziale in gemeinsamer Plattform bündeln

Schlagworte sind für Thomas Bergunde Kommunikation und Kooperation: Das Ziel von NeNa sei, die Potenziale der Nachhaltigkeitsakteure in einer gemeinsamen Plattform zu bündeln. Die Bewegung will sich intern austauschen, Synergien schaffen, das Gemeinschaftsgefühl stärken. Gleichzeitig will sie das Image der Stadt nach außen stärken.

Zunächst muss das Netzwerk wachsen, an Struktur und Strategie gewinnen. „Es wächst von unten“, erklärte Thomas Bergunde stellvertretend für das Startteam. Er überbrachte auch den Dank an Ulrike Schönberger, die Nachhaltigkeitsbeauftragte des Secondhand-Kaufhauses der Aufbaugilde, und den Leiter der Heilbronner Tafeln, Marco Schönberger. Sie hatten den Grundgedanken für das Netzwerk.

Die Idee wurde beim Nachhaltigkeitstag geboren

Die Idee wurde im Nachgang zum Nachhaltigkeitstag 2019 geboren – daraus formierte sich nach vielen Workshops und Interessensgesprächen am 25. September 2023 das NeNa-Team.

Diesem haben sich zwölf Vereine, Institutionen, Organisationen, Verbände und Unternehmen angeschlossen, außerdem zwei Partner in beratender Funktion. Sie vereint ihre gemeinsame Sicht auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel, die Energiewende oder den Umweltschutz, sowie der Wille zur Veränderung und Gestaltung. Grundlage für die Zusammenarbeit sind die Sustainable Development Goals – 17 globale Nachhaltigkeitsziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Weitere Handlungsbasis sind Heilbronner Gemeinderatsbeschlüsse wie der Masterplan Innenstadt oder die Klimaneutralität bis 2035. Im Kern will das Netzwerk die Themen rund um Nachhaltigkeit vielfältig und durch eigene Projekte die Gesellschaft tragen und dabei im Dialog stehen mit Wirtschaft, Stadtverwaltung, Institutionen sowie Bürgern. Im nächsten Schritt lernen sich die Akteure untereinander kennen, und erste Projekte sollen gestartet werden. 

Stadt freut sich über die Gründung

Die Stadt Heilbronn begrüßt den formalen Zusammenschluss zum Nachhaltigkeitsnetzwerk, sagte Bettina Schmalzbauer stellvertretend für Oberbürgermeister Harry Mergel. NeNa sei ein „sehr großer Gewinn für Heilbronn“ und „ein neuer Meilenstein der Nachhaltigkeit“, sagte Schmalzbauer, die auch die Unterstützung durch den städtischen Klimabeirat zusagte. Die Teilnahme Heilbronns am Wettbewerb zur Europäischen Grünen Hauptstadt, vorgestellt von der städtischen Nachhaltigkeitsbeauftragten Julia Hufnagel, sei eine weitere gute Grundlage für NeNa.

Dass neu gegründete Netzwerke oft vor vielfältigen Herausforderungen stehen – etwa trotz individueller Bedürfnisse für ein gemeinsames Ziel einzustehen – beschrieb Monika Gonser, Leiterin der vom Land initiierten Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg, die das NeNa-Netzwerk berät. Wichtig für dessen Gelingen sei unter anderem, dass sich die Partner trotz unterschiedlicher Meinungen zuhören und respektieren.

Das sind die Start-Mitglieder

Das Startteam des neuen Netzwerks Nachhaltigkeit Heilbronn (NeNa HN) besteht aus dem ADFC Heilbronn, dem Bildungspark Heilbronn-Franken, dem Bund für Natur- und Umweltschutz (BUND), Energeno, der Volkshochschule Heilbronn, Slow Food Heilbronner Land, dem Second Hand Kaufhaus der Aufbaugilde, dem Naturschutzbund (Nabu) Heilbronn-Hohenlohe, der evangelisch-methodistischen Kirche Heilbronn „mittendrin“, den Naturfreunden, der Hochschule Heilbronn, der Lokalen Agenda 21 sowie, vorwiegend in beratender Funktion, Mariella Gomez Consulting und der Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg.

Homepage: www.nenahn.de

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