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Rettungseinsatz

Nach Unglück am Neckar: Lauffener Bürgermeisterin sieht keine Sicherheitslücke

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In Lauffen kam es am Neckar zu einem schweren Unglück mit einem Kleinkind. Die Stadt sieht am Spielplatz in der Kneippstraße keine Sicherheitslücke.


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Nach dem Rettungseinsatz am Neckar stellt sich die Frage, ob der Spielplatz in der Kneippstraße ausreichend gesichert ist. Am Dienstag war dort ein zweijähriges Kind ins Wasser geraten, die Mutter sprang hinterher. Sie schwebt weiterhin in Lebensgefahr, das Kind ist mittlerweile stabil, teilte die Polizei auf Anfrage mit.

Rettungseinsatz am Neckar wirft Fragen zur Sicherheit des Spielplatzes in Lauffen auf

Die Stadt Lauffen sieht nach einer ersten Begehung des Spielplatzes keinen Bedarf für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. „Ich bin seit über 20 Jahren hier. So etwas ist noch nie passiert“, sagt Michael Kenngott, Sachgebietsleiter Sicherheit & Ordnung der Stadt Lauffen, bei der Begehung der Unfallstelle.

Bürgermeisterin Sarina Pfründer am Spielplatz in der Kneippstraße. Hinter ihr liegt der Bereich, in dem sich der Unfall ereignete.
Bürgermeisterin Sarina Pfründer am Spielplatz in der Kneippstraße. Hinter ihr liegt der Bereich, in dem sich der Unfall ereignete.  Foto: Levin Schröder

Für ihn sei der Vorfall ein „tragischer Unglücksfall“. Am Dienstagmorgen habe sogar noch die jährliche Sicherheitskontrolle des Spielplatzes stattgefunden, bei der keine Auffälligkeiten festgestellt worden seien, sagt Kenngott.

Rettung aus Neckar: Unfallstelle rund 100 Meter vom Spielplatz entfernt

Auch Bürgermeisterin Sarina Pfründer sieht keine Sicherheitslücke am Spielplatz in Neckarnähe: „Es gibt auch Spielplätze, die am Wasser liegen und gar nicht eingezäunt sind“, sagt sie.

Der Spielplatz an der Kneippstraße liegt nur wenige Meter vom Neckar entfernt. Ein Zaun trennt die Anlage auf weiten Strecken vom Ufer. Rund 100 Meter vom Spielplatz entfernt, hinter einem Beachvolleyballfeld, endet der Zaun. Von dort führt ein Weg hinunter zum Neckar – an dieser Stelle geriet das Kind ins Wasser. „Diesen Bereich einzuzäunen, wäre auch aufgrund des Hochwassers schwierig“, sagt Kenngott.


Pfründer zeigt sich zugleich betroffen von dem Geschehen. „Der Fall ist tragisch. Den Beteiligten und ihren Angehörigen gilt mein Mitgefühl“, sagt sie. Die Stadt stehe in Kontakt mit dem Vater und dem zweiten Kind und unterstütze, wo möglich. 

Auch der Mann, der das Kind aus dem Neckar rettete, ist der Stadt mittlerweile bekannt. In Zukunft soll der Familienvater für seine Aktion ausgezeichnet werden, sagt Kenngott. 

Bürger sehen Verantwortung bei Eltern

Am Tag nach dem Unglück ist der Spielplatz erneut gut besucht. Viele Eltern sehen vor allem die Verantwortung bei den Familien selbst. „Die Stadt ist dafür meiner Meinung nach nicht verantwortlich. Wasser ist eben immer eine Gefahr“, sagt Anna Lena Seybold, die mit ihrem dreijährigen Sohn regelmäßig hier ist.

Ähnlich sieht es Muzafele Hatemi, die den Spielplatz seit Jahren besucht und dort Kinder betreut: „Der Spielplatz ist sicher.“ Entscheidend sei, dass Eltern ihre Kinder im Blick behalten. „Manchmal liegen die Eltern auf der einen Seite und die Kinder spielen auf der anderen.“

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