„Hören Einschläge in Dubai“ – Gemminger berichtet aus Hotel
Die Angriffe von USA und Israel auf den Iran bleiben nicht ohne Folgen – auch für einen Mann aus Gemmingen, der in Dubai festsitzt und nicht zurück in die Heimat kommt. Wie er die Lage erlebt.
Eigentlich hätte Hans-Jürgen Ochs am Sonntag von Dubai zurück nach Deutschland fliegen sollen. Der Gemminger ist schon seit Jahren als Weltreisender für die Tennis-Organisation ATP unterwegs und war die vergangenen Tage für ein Turnier in der Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Angriffe von USA und Israel auf Iran und die darauf folgenden Gegenschläge machen es dem 59-Jährigen aber unmöglich, Dubai zu verlassen. „Wir sitzen fest. Schon am Samstag hat die Lufthansa unseren Flug gestrichen“, sagt Hans-Jürgen Ochs gegenüber der Heilbronner Stimme.
Am Flughafen Dubai geht nichts mehr, wurde zweimal angegriffen und war zwischenzeitlich in Teilen überflutet, weil Wasserleitungen getroffen worden waren. In unserem Liveblog berichten wir über alle Entwicklungen.
Gemminger sitzt wegen Nahost-Eskalation in Dubai fest
Insgesamt zwölf ATP-Mitarbeiter und etwa acht Spieler, darunter der russische Tennisstar und Turniersieger von Dubai, Daniil Medwedew, sitzen im Jumeirah Creekside Hotel nahe des Flughafens Dubai fest. Über die „Elefand App“ wird Hans-Jürgen Ochs regelmäßig auf dem Laufenden gehalten. Am Sonntagmittag ein Update: „Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Situation derzeit sicher ist. Sie können ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen, sollten jedoch weiterhin vorsichtig bleiben und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.“ Zuvor war den Beteiligten noch geraten worden, das Hotel nicht zu verlassen.

Wann es für den Gemminger zurück nach Deutschland geht, ist derzeit noch unklar. Frühestens am Montag ab 15 Uhr sollen die Flüge wieder aufgenommen werden. Problem dabei: „Es sitzen so viele Menschen am Flughafen in Dubai fest und es stehen nur Maschinen von Emirates und British Airways da.“
Größere ATP-Reisegruppe muss auf Ausreise warten – Flughafen Dubai gesperrt
Die Unklarheiten über eine mögliche Rückreise sind dabei nur ein Teil der Sorgen von Hans-Jürgen Ochs: „Hier sind natürlich alle beunruhigt. In der Nacht auf Sonntag haben wir Einschläge in der Nähe gehört, besonders laut war ein großer Einschlag am Sonntagmorgen, da haben sogar die Hotelfenster gewackelt.“

Gemeinsam verbringt die Reisegruppe der ATP nun die meiste Zeit im Hotel in Dubai. Es soll sich niemand alleine fühlen. „Wir frühstücken zusammen, treffen uns immer wieder und tauschen uns aus. Für einige Spieler hätte es eigentlich weitergehen sollen zum Turnier nach Indian Wells in die USA“, sagt Hans-Jürgen Ochs.
Auf seinen Reisen durch die Tenniswelt hat der Gemminger schon viel erlebt, diese Situation ist aber auch für den Tennis-Experten neu. Eine, die möglichst bald mit der Abreise aus Dubai enden soll.
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